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Air Transat setzt Flüge vor Streik von 700 Piloten aus – Urlauber bleiben gestrandet

Dez. 8, 2025
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Air Transat setzt Flüge vor Streik von 700 Piloten aus – Urlauber bleiben gestrandet
Die kanadische Freizeitfluggesellschaft Air Transat hat nach einer 72-Stunden-Streikankündigung der Air Line Pilots Association (ALPA) am späten 7. Dezember mit der schrittweisen Einstellung ihres Flugnetzes begonnen. Um zu vermeiden, dass Passagiere und Besatzungen im Ausland gestrandet sind, werden die meisten Flüge zwischen dem 8. und 9. Dezember eingestellt. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnten ab dem 10. Dezember um 3 Uhr morgens ET bis zu 450 Flüge gestrichen werden, was Wintersonnenziele in Mexiko, der Karibik und Florida sowie transatlantische Verbindungen nach Frankreich, Portugal und Großbritannien erheblich beeinträchtigen würde.

Die Verhandlungen hatten Fortschritte gemacht, stockten jedoch bei Gehaltsstrukturen und Dienstplänen. Transat bietet eine Lohnerhöhung von 59 Prozent über fünf Jahre an, doch ALPA hält das Angebot weiterhin für unter den Branchenstandards, die von Air Canada und WestJet gesetzt werden. Die beiden Parteien führen weiterhin vermittelte Gespräche, doch das Management sieht Flugausfälle als notwendig an, um Passagiere vor plötzlichen Stornierungen während der Reise zu schützen.

Air Transat setzt Flüge vor Streik von 700 Piloten aus – Urlauber bleiben gestrandet


Firmenreisemanager raten ihren Kunden, wichtige Reisen auf alternative Fluggesellschaften umzubuchen und für bereits im Ausland befindliche Mitarbeiter Fürsorgeprotokolle zu aktivieren. Transat hat bis zum 12. Dezember eine flexible Umbuchungs- und Rückerstattungsregelung eingeführt, doch Reisebüros warnen, dass die Sitzplatzverfügbarkeit bei Konkurrenzairlines in der Hochsaison äußerst knapp ist und die Preise stark steigen.

Logistikexperten weisen darauf hin, dass Air Transat zwar nur begrenzt Fracht transportiert, der Streik jedoch Lieferketten beeinträchtigen könnte, die auf Frachtraum in Passagierflugzeugen für hochwertige verderbliche Waren wie Meeresfrüchte aus Quebec für europäische Weihnachtsmärkte angewiesen sind. Auch Tourismusbehörden in der Dominikanischen Republik und Portugal rechnen mit einem kurzfristigen Rückgang kanadischer Besucherzahlen.

Sollte der Streik fortgesetzt werden, plant Transat, nur minimale Rückführungsflüge und essentielle Dienste anzubieten. Reisende mit Buchungen nach dem 12. Dezember sollten den Flugstatus täglich überprüfen, da ein langwieriger Arbeitskonflikt mit der geschäftigen Reisezeit zum Jahresende zusammenfallen und die Störungen an kanadischen Flughäfen weiter verschärfen könnte.
Quelle: Reuters

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