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Piloten von Air Transat stimmen mit 99 % für Streik – Urlaubsflüge in Gefahr

Dez. 4, 2025
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Piloten von Air Transat stimmen mit 99 % für Streik – Urlaubsflüge in Gefahr
Ungefähr 700 Piloten von Air Transat haben nach 11 Monaten festgefahrener Tarifverhandlungen ein überwältigendes Streikmandat erteilt, bestätigte die Air Line Pilots Association (ALPA) am 3. Dezember. 99 Prozent der stimmberechtigten Piloten unterstützten die Streikfreigabe, was die drittgrößte kanadische Fluggesellschaft auf einen Kollisionskurs mit Arbeitskampfmaßnahmen ab dem 10. Dezember bringt, sobald die gesetzliche 21-tägige Abkühlungsphase endet.

Der Streit dreht sich um Gehalt, Dienstpläne und Lebensqualitätsregelungen, die laut Gewerkschaft um ein Jahrzehnt hinter den Branchenstandards zurückbleiben. Capt. Bradley Small, Vorsitzender des MEC der Air Transat-Piloten, warnte, die Mitglieder seien „müde, unter einem Vertrag von 2015 zu fliegen, während der Verkehr und die Gewinne wieder steigen.“ Das Management betont, dass „erhebliche Fortschritte“ mit den Bundesvermittlern erzielt wurden und sieht die Streikabstimmung als normalen Schritt im Verhandlungsprozess.

Piloten von Air Transat stimmen mit 99 % für Streik – Urlaubsflüge in Gefahr


Ein Arbeitsausstand würde den kanadischen Freizeitmarkt zur Hauptreisezeit hart treffen. Air Transat befördert jeden Winter fast zwei Millionen Passagiere auf Sonnenzielen und transatlantischen Strecken ab Montreal, Toronto und Vancouver. Beliebte Routen nach Florida, Mexiko und in die Karibik sind bei Reiseveranstaltern und Kreuzfahrtpassagieren stark gebucht; alternative Kapazitäten sind nach jüngsten Flottenkürzungen bei Konkurrenzairlines begrenzt.

Firmenreisemanager sollten umgehend kritische Dienstreisen zwischen dem 10. Dezember und Anfang Januar planen, Pufferzeiten in die Reisepläne einbauen und Reisende über Umbuchungsregelungen informieren. Nach kanadischem Recht muss die ALPA eine Streikankündigung 72 Stunden im Voraus bekanntgeben, und die Airline muss einen Plan zur Aufrechterhaltung minimaler international-inländischer Verbindungen für gestrandete Passagiere vorlegen – jedoch könnten freiwillige Strecken komplett gestrichen werden.

Die Regierung, die sich im Sommer in den Streit der Air Canada-Flugbegleiter eingeschaltet hatte, hält sich bislang zurück. Verkehrsminister Pablo Rodriguez erklärte jedoch gegenüber Journalisten, dass „alle Optionen auf dem Tisch liegen“, um die Reisenden zu schützen, falls die Verhandlungen scheitern. Beobachter gehen weiterhin von einer schnellen Einigung aus, doch das Streikmandat verschafft den Piloten maximale Verhandlungsstärke angesichts der bevorstehenden Hochsaison.
Quelle: CityNews / ALPA

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