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Schweiz verhängt UN-Reiseverbote gegen iranische Organisationen und Einzelpersonen erneut

Dez. 14, 2025
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Schweiz verhängt UN-Reiseverbote gegen iranische Organisationen und Einzelpersonen erneut
Die Schweiz hat am 13. Dezember 2025 ihr Sanktionsregime an die kürzlich reaktivierten UN-Maßnahmen gegen den Iran angepasst. Der Bundesrat nahm 22 Personen und 42 Organisationen in die nationale Sanktionsliste auf und verhängte Vermögenssperren sowie – besonders relevant für Mobilitätsfachleute – Einreise- und Durchreiseverbote.

Die Listen richten sich gegen Unternehmen und Funktionäre, die mit dem militärisch-industriellen Komplex und der nuklearen Lieferkette des Irans verbunden sind. Nach Schweizer Recht verbietet das Reiseverbot die Ausstellung von Visa und blockiert zudem den Transit durch Schweizer Flughäfen für auf der Liste genannte Anschlussreisende. Die Einwanderungsbehörden in Genf und Zürich erhielten über Nacht aktualisierte Beobachtungslisten.

Schweiz verhängt UN-Reiseverbote gegen iranische Organisationen und Einzelpersonen erneut


Auch die Frachtkontrollen werden verschärft: Spediteure, die über den Pharma-Korridor in Zürich operieren, müssen erweiterte Sorgfaltspflicht-Erklärungen für Dual-Use-Güter einreichen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) warnte Fluggesellschaften und Logistikunternehmen vor hohen Geldstrafen bei Beförderung sanktionierter Personen oder embargoierter Waren.

Der Schritt der Schweiz folgt dem 19. Sanktionspaket der EU vom 23. Oktober und signalisiert Berns Bereitschaft, seine außenpolitischen Instrumente nach Jahren vorsichtiger Abweichungen mit Brüssel in Einklang zu bringen. Für multinationale Unternehmen besteht die unmittelbare Aufgabe darin, aktualisierte Sperrlistenprüfungen bei iranischen Geschäftspartnern durchzuführen und Reisebüros darauf vorzubereiten, dass kurzfristige Ticketstornierungen erforderlich sein könnten.

Compliance-Berater weisen darauf hin, dass die wieder eingeführten Reiseverbote die Teilnahme iranischer Wissenschaftler an Konferenzen bei Genfer UN-Organisationen erschweren könnten, was möglicherweise humanitäre Ausnahmen im Einzelfall erfordert.
Quelle: SWI swissinfo.ch

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