
Die Europäische Kommission veröffentlichte am 19. Dezember ihren achten Bericht zur Überwachung der visafreien Reiseabkommen mit 61 Drittstaatenpartnern. Während die Kernaussage lautet, dass die meisten Staaten weiterhin die Liberalisierungsstandards erfüllen, weist die Kommission auf „anhaltende Defizite“ im Grenzmanagement, bei der Rückübernahmekooperation und der Angleichung der Visapolitik hin – insbesondere in Teilen des Westbalkans, der Östlichen Partnerschaft und mehreren karibischen Staaten mit sogenannten „Goldenen-Pass“-Programmen. Sollten diese Mängel bestehen bleiben, kann der Rat den im letzten Monat verabschiedeten überarbeiteten Visa-Aussetzungsmechanismus (VSM) aktivieren und innerhalb von nur sechs Wochen vorübergehend Schengen-Visapflichten wieder einführen.
Für österreichische Unternehmen stehen viel auf dem Spiel. Wien beherbergt 380 regionale Hauptsitze, deren Führungskräfte regelmäßig visafrei nach Serbien, Georgien und Moldawien reisen; eine Aussetzung würde kurzfristige Reisen mit zusätzlichen Kosten, Bürokratie und Unsicherheiten belasten. Die Logistikbranche befürchtet Engpässe, falls für Fahrer auf wichtigen Ost-West-Korridoren durch Österreich Visa verpflichtend werden.
Der Bericht lobt die jüngsten Fortschritte Albaniens und Georgiens bei biometrischen Verfahren, kritisiert jedoch Venezuela, Saint Kitts & Nevis und Vanuatu wegen mangelhafter Sorgfalt bei Investoren-Staatsbürgerschaftsprogrammen. Zudem fordert er alle Partner auf, sich an die neuen EU-Einreiseverbote für russische und belarussische Amtsträger anzupassen.
Wie geht es weiter?
• Die Mitgliedstaaten – darunter auch Österreich – werden die Ergebnisse im Januar in der Visa-Arbeitsgruppe des Rates diskutieren.
• Wenn bis April keine Korrekturmaßnahmen ergriffen werden, könnte die Kommission eine teilweise Aussetzung vorschlagen, die zunächst Diplomaten und Beamte betrifft.
• Die österreichische Grenzpolizei hätte dann 15 Tage Zeit, um Visakontrollen wieder einzuführen, und die Botschaften müssten Notfallpersonal für die Antragsbearbeitung bereitstellen.
Mobilitätsteams in Unternehmen sollten daher Reiseverhalten prüfen und Notfallpläne vorbereiten, insbesondere für häufige Reisen nach Montenegro, Georgien, Dominica und andere im Bericht genannte Länder. Frühzeitige Termine bei österreichischen Konsulaten sind aufgrund saisonaler Personalknappheit bereits rar. Unternehmen könnten erwägen, jetzt noch Sammelanträge für Mehrfacheinreise-C-Visa zu stellen, solange die Visafreiheit gilt.
Für österreichische Unternehmen stehen viel auf dem Spiel. Wien beherbergt 380 regionale Hauptsitze, deren Führungskräfte regelmäßig visafrei nach Serbien, Georgien und Moldawien reisen; eine Aussetzung würde kurzfristige Reisen mit zusätzlichen Kosten, Bürokratie und Unsicherheiten belasten. Die Logistikbranche befürchtet Engpässe, falls für Fahrer auf wichtigen Ost-West-Korridoren durch Österreich Visa verpflichtend werden.
Der Bericht lobt die jüngsten Fortschritte Albaniens und Georgiens bei biometrischen Verfahren, kritisiert jedoch Venezuela, Saint Kitts & Nevis und Vanuatu wegen mangelhafter Sorgfalt bei Investoren-Staatsbürgerschaftsprogrammen. Zudem fordert er alle Partner auf, sich an die neuen EU-Einreiseverbote für russische und belarussische Amtsträger anzupassen.
Wie geht es weiter?
• Die Mitgliedstaaten – darunter auch Österreich – werden die Ergebnisse im Januar in der Visa-Arbeitsgruppe des Rates diskutieren.
• Wenn bis April keine Korrekturmaßnahmen ergriffen werden, könnte die Kommission eine teilweise Aussetzung vorschlagen, die zunächst Diplomaten und Beamte betrifft.
• Die österreichische Grenzpolizei hätte dann 15 Tage Zeit, um Visakontrollen wieder einzuführen, und die Botschaften müssten Notfallpersonal für die Antragsbearbeitung bereitstellen.
Mobilitätsteams in Unternehmen sollten daher Reiseverhalten prüfen und Notfallpläne vorbereiten, insbesondere für häufige Reisen nach Montenegro, Georgien, Dominica und andere im Bericht genannte Länder. Frühzeitige Termine bei österreichischen Konsulaten sind aufgrund saisonaler Personalknappheit bereits rar. Unternehmen könnten erwägen, jetzt noch Sammelanträge für Mehrfacheinreise-C-Visa zu stellen, solange die Visafreiheit gilt.
Quelle: European Commission – DG HOME
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