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Einführung des Ein- und Ausreisesystems führt zu mehrstündigen Warteschlangen – Österreichische Flughäfen bereiten sich auf Kapazitätsanstieg im Januar vor

Dez. 20, 2025
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Einführung des Ein- und Ausreisesystems führt zu mehrstündigen Warteschlangen – Österreichische Flughäfen bereiten sich auf Kapazitätsanstieg im Januar vor
Kaum zwei Monate nach dem schrittweisen Start des biometrischen Ein- und Ausreisesystems (EES) der EU warnt der Airports Council International (ACI) Europe vor Wartezeiten von bis zu drei Stunden an mehreren Flughäfen. Ein am 19. Dezember veröffentlichter Bericht nennt Ausfälle der Terminals, Personalmangel und das Fehlen einer verlässlichen Vorregistrierungs-App als Hauptprobleme.

Derzeit werden erst 10 % der berechtigten Drittstaatsangehörigen erfasst, doch dieser Anteil soll am 9. Januar auf 35 % steigen und bis April 2026 auf 100 % ausgeweitet werden.

Einführung des Ein- und Ausreisesystems führt zu mehrstündigen Warteschlangen – Österreichische Flughäfen bereiten sich auf Kapazitätsanstieg im Januar vor


Österreichische Flughäfen konnten bisher größere Störungen vermeiden, doch Wien, Salzburg und Innsbruck werden im kommenden Monat die Auswirkungen spüren, wenn sich die Registrierungszahlen über Nacht verdreifachen. Der Flughafen Wien hat 60 Sicherheitskräfte an die Passkontrollen versetzt und 24 zusätzliche Terminals im Terminal 3 installiert. Airlines wie Austrian Airlines und Ryanair bitten ihre Passagiere per E-Mail, 45 Minuten früher anzureisen; Qatar Airways hat seinen späten Nachtflug nach Doha bereits umgeplant, um Mindestanschlusszeiten einzuhalten.

Geschäftsreisende sind besonders betroffen, da die Kapazitäten für Premium-Spuren an österreichischen Flughäfen begrenzt sind. Mehrere Umzugsunternehmen berichten von verpassten Terminen für Aufenthaltsgenehmigungen, weil Kunden an der Grenze festsaßen. Mobilitätsmanager sollten daher großzügige Zeitpuffer einplanen und biometrische Termine eher auf den Nachmittag legen statt auf den frühen Morgen.

Das Innenministerium kündigt an, die Januar-Quote vorübergehend zu senken, falls die Terminalprobleme anhalten, allerdings bedarf eine solche Ausnahme der einstimmigen Zustimmung aller EU-Mitgliedstaaten. Mittelfristig ist eine spezielle mobile App geplant, mit der Reisende ihre biometrischen Daten spätestens bis Juni 2026 vorab erfassen können. Bis dahin wird empfohlen, Drittstaatsangehörige – insbesondere Pendler aus Bratislava – über mögliche Verzögerungen in Wien zu informieren und Bordkarten als Nachweis für die 90/180-Tage-Regel aufzubewahren, da das Stempeln der Pässe mit dem vollständigen Start des EES entfällt.
Quelle: Euronews

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