
Austrian Airlines (OS) hat überraschend die Wet-Lease-Vereinbarung mit der schwedischen Braathens Regional Airways beendet und zieht mit sofortiger Wirkung drei ATR 72-600 Turboprops aus dem Streckennetz zurück. Die Entscheidung, die am 15. Dezember bekannt gegeben wurde, folgt auf die Insolvenz der Braathens-Schwester Braathens International Airways und eine von OS als „Verlust der operativen Zuverlässigkeit“ bezeichnete Situation. Zwölf Kurzstreckenverbindungen – darunter Wien–Innsbruck und Wien–Cluj – waren auf die geleasten Flugzeuge angewiesen.
Laut OS-Management ergab eine interne Überprüfung, dass der schwedische Betreiber die Leistungs- und Sicherheitsstandards der Lufthansa Group nicht mehr erfüllen konnte. Zwei ATR-Flüge, die für den 16. Dezember geplant waren, wurden komplett gestrichen, weitere Verbindungen werden vorübergehend mit reduzierter Frequenz bedient, bis Ersatzkapazitäten gefunden sind. Austrian setzt nun eigene Dash-8-Maschinen ein, nutzt Airbus-Schmalrumpfflugzeuge auf dünn ausgelasteten Strecken und verhandelt ad-hoc Wet-Lease-Verträge mit der Schwestergesellschaft Edelweiss sowie anderen Regionalpartnern.
Der Bruch kommt zu einem heiklen Zeitpunkt: Das Weihnachtsreiseaufkommen steigt, der neue Koralm-Fahrplan ist gerade in Kraft getreten, und die Firmenkunden von Austrian finalisieren ihre Reisebudgets für 2026. Mobilitätsmanager müssen nun kurzfristige Flugplanänderungen im Blick behalten, sicherstellen, dass Reisende Umbuchungs-E-Mails erhalten, und prüfen, ob Flugtickets bei Umstieg auf Bahn oder Bus neu validiert werden.
Über die unmittelbaren Störungen hinaus verdeutlicht der Vorfall den strukturellen Mangel an 70-Sitzer-Flugzeugen in Europa. OS hatte seine eigene Turboprop-Flotte 2021 aus Kostengründen und zur Emissionsreduktion stillgelegt, stellt nun aber fest, dass die Knappheit den verbliebenen Leasinggebern Verhandlungsmacht bei Preisen und Vertragsbedingungen verschafft. Die Airline hat eine Ausschreibung für bis zu fünf Regionaljets oder Turboprops für die Sommersaison 2026 gestartet und kündigt eine Entscheidung „innerhalb weniger Wochen“ an.
Für globale Mobilitätsteams lautet die praktische Empfehlung: Zusätzliche Pufferzeiten bei Wien-Anschlüssen einplanen, umziehende Mitarbeiter auf mögliche Übernachtungen vorbereiten und die Schengen-90/180-Tage-Regel genau beobachten, falls Umleitungen über andere EU-Drehkreuze führen. Unternehmen mit zeitkritischen Einsätzen sollten flexible Tarife buchen oder, wo möglich, die neuen AIRail-Verbindungen nutzen, die Kurzstreckenflüge ganz umgehen.
Laut OS-Management ergab eine interne Überprüfung, dass der schwedische Betreiber die Leistungs- und Sicherheitsstandards der Lufthansa Group nicht mehr erfüllen konnte. Zwei ATR-Flüge, die für den 16. Dezember geplant waren, wurden komplett gestrichen, weitere Verbindungen werden vorübergehend mit reduzierter Frequenz bedient, bis Ersatzkapazitäten gefunden sind. Austrian setzt nun eigene Dash-8-Maschinen ein, nutzt Airbus-Schmalrumpfflugzeuge auf dünn ausgelasteten Strecken und verhandelt ad-hoc Wet-Lease-Verträge mit der Schwestergesellschaft Edelweiss sowie anderen Regionalpartnern.
Der Bruch kommt zu einem heiklen Zeitpunkt: Das Weihnachtsreiseaufkommen steigt, der neue Koralm-Fahrplan ist gerade in Kraft getreten, und die Firmenkunden von Austrian finalisieren ihre Reisebudgets für 2026. Mobilitätsmanager müssen nun kurzfristige Flugplanänderungen im Blick behalten, sicherstellen, dass Reisende Umbuchungs-E-Mails erhalten, und prüfen, ob Flugtickets bei Umstieg auf Bahn oder Bus neu validiert werden.
Über die unmittelbaren Störungen hinaus verdeutlicht der Vorfall den strukturellen Mangel an 70-Sitzer-Flugzeugen in Europa. OS hatte seine eigene Turboprop-Flotte 2021 aus Kostengründen und zur Emissionsreduktion stillgelegt, stellt nun aber fest, dass die Knappheit den verbliebenen Leasinggebern Verhandlungsmacht bei Preisen und Vertragsbedingungen verschafft. Die Airline hat eine Ausschreibung für bis zu fünf Regionaljets oder Turboprops für die Sommersaison 2026 gestartet und kündigt eine Entscheidung „innerhalb weniger Wochen“ an.
Für globale Mobilitätsteams lautet die praktische Empfehlung: Zusätzliche Pufferzeiten bei Wien-Anschlüssen einplanen, umziehende Mitarbeiter auf mögliche Übernachtungen vorbereiten und die Schengen-90/180-Tage-Regel genau beobachten, falls Umleitungen über andere EU-Drehkreuze führen. Unternehmen mit zeitkritischen Einsätzen sollten flexible Tarife buchen oder, wo möglich, die neuen AIRail-Verbindungen nutzen, die Kurzstreckenflüge ganz umgehen.
Quelle: Aviation.Direct
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Österreich.Mehr von Österreich
Alle anzeigen
ÖBB und Austrian Airlines starten AIRail-Verbindung Klagenfurt–Wien und ersetzen Zubringerflüge durch Hochgeschwindigkeitszüge
AIRail startet Zug-Luft-Verbindung Klagenfurt–Wien und schafft ab 14. Dezember eine Brücke zwischen Südaustrien und dem Flugverkehr