
Australiens langanhaltender Migrationsboom nach der Pandemie kühlt sich rapide ab. Neue Daten des Australian Bureau of Statistics (ABS), die am 19. Dezember veröffentlicht wurden, zeigen, dass die Netto-Auslandswanderung (NOM) im Haushaltsjahr 2024-25 auf 305.600 Personen gesunken ist – ein Rückgang um 124.000 gegenüber dem Rekordhoch von 538.000 vor nur zwei Jahren. Das vierteljährliche Wachstum hat sich noch deutlicher verlangsamt, mit nur 50.120 Nettoankünften im Juni-Quartal – dem schwächsten Ergebnis seit der Wiederöffnung der internationalen Grenzen im Jahr 2021.
Diese Kehrtwende wird von zwei gleichzeitig wirkenden Faktoren verursacht. Erstens kommen weniger Menschen an. Die Zuwanderung mit temporären Visa ist im Jahresvergleich um 14 Prozent zurückgegangen, da die Arbeitsrechte nach dem Studium verschärft, Antragsgebühren erhöht und der neue Genuine Student Test die Visa-Anträge im Ausland selektiert hat. Zweitens verlassen mehr Menschen das Land. Die Gesamtzahl der Migrantenabgänge stieg um 13 Prozent auf 263.000, angeführt von Working-Holiday-Machern, deren Ausreisen sich zwei Jahre in Folge mehr als verdoppelt haben. Das ABS verzeichnete zudem einen Nettoverlust von 17.000 in Australien geborenen Staatsbürgern – eine Rückkehr zum Vor-COVID-Trend, dass junge Australier für Berufserfahrung ins Ausland gehen.
Für Unternehmen mit Mobilitätsprogrammen ist diese Entwicklung bedeutsam. Weniger temporäre Einwanderer bedeuten einen engeren Kandidatenpool für schwer zu besetzende Stellen, gerade jetzt, wo der Weihnachts-Einstellungszyklus beginnt. Arbeitgeber, die auf Backpacker-Arbeitskräfte in Gastronomie, Landwirtschaft und Tourismus angewiesen sind, berichten bereits von wieder auftretenden Rekrutierungslücken, besonders außerhalb der Metropolregionen. Andererseits könnten die angespannten Wohnungsmärkte in den Großstädten von einem langsameren Bevölkerungswachstum profitieren. Das Mid-Year Economic and Fiscal Outlook des Finanzministeriums, das ebenfalls diese Woche veröffentlicht wurde, geht davon aus, dass die NOM 2025-26 weiter auf 260.000 sinken wird.
Politische Entscheidungsträger betonen, dass der Rückgang beabsichtigt ist. Innenminister Tony Burke hat wiederholt erklärt, dass Integritätsmaßnahmen – und nicht Obergrenzen – das bevorzugte Mittel zur Steuerung der Migration sind. Universitäten und Berufsschulen, die nun der Ministerial Direction 115 unterliegen, sehen sich strengen Quoten und langsameren Visa-Bearbeitungszeiten gegenüber, wenn die Ablehnungsquoten steigen. Wirtschaftsverbände warnen, dass ein zu rigides Vorgehen Australiens Wettbewerbsfähigkeit um globale Talente schwächen könnte, gerade jetzt, wo das neue Skills-in-Demand-Visum eingeführt wird.
Organisationen mit Entsendungsprogrammen sollten die Bearbeitungszeiten genau beobachten und für 2026 mit höheren Kosten rechnen. Da die Abgänge zunehmen, werden Bindungsmaßnahmen für bereits gesponserte Mitarbeiter ebenso wichtig wie die Rekrutierung. Mobilitätsplaner wird geraten, Unterkünfte frühzeitig für die Einreisen im März und Juli 2026 zu sichern, da das Angebot in Sydney, Melbourne und Brisbane voraussichtlich weiter knapper wird.
Diese Kehrtwende wird von zwei gleichzeitig wirkenden Faktoren verursacht. Erstens kommen weniger Menschen an. Die Zuwanderung mit temporären Visa ist im Jahresvergleich um 14 Prozent zurückgegangen, da die Arbeitsrechte nach dem Studium verschärft, Antragsgebühren erhöht und der neue Genuine Student Test die Visa-Anträge im Ausland selektiert hat. Zweitens verlassen mehr Menschen das Land. Die Gesamtzahl der Migrantenabgänge stieg um 13 Prozent auf 263.000, angeführt von Working-Holiday-Machern, deren Ausreisen sich zwei Jahre in Folge mehr als verdoppelt haben. Das ABS verzeichnete zudem einen Nettoverlust von 17.000 in Australien geborenen Staatsbürgern – eine Rückkehr zum Vor-COVID-Trend, dass junge Australier für Berufserfahrung ins Ausland gehen.
Für Unternehmen mit Mobilitätsprogrammen ist diese Entwicklung bedeutsam. Weniger temporäre Einwanderer bedeuten einen engeren Kandidatenpool für schwer zu besetzende Stellen, gerade jetzt, wo der Weihnachts-Einstellungszyklus beginnt. Arbeitgeber, die auf Backpacker-Arbeitskräfte in Gastronomie, Landwirtschaft und Tourismus angewiesen sind, berichten bereits von wieder auftretenden Rekrutierungslücken, besonders außerhalb der Metropolregionen. Andererseits könnten die angespannten Wohnungsmärkte in den Großstädten von einem langsameren Bevölkerungswachstum profitieren. Das Mid-Year Economic and Fiscal Outlook des Finanzministeriums, das ebenfalls diese Woche veröffentlicht wurde, geht davon aus, dass die NOM 2025-26 weiter auf 260.000 sinken wird.
Politische Entscheidungsträger betonen, dass der Rückgang beabsichtigt ist. Innenminister Tony Burke hat wiederholt erklärt, dass Integritätsmaßnahmen – und nicht Obergrenzen – das bevorzugte Mittel zur Steuerung der Migration sind. Universitäten und Berufsschulen, die nun der Ministerial Direction 115 unterliegen, sehen sich strengen Quoten und langsameren Visa-Bearbeitungszeiten gegenüber, wenn die Ablehnungsquoten steigen. Wirtschaftsverbände warnen, dass ein zu rigides Vorgehen Australiens Wettbewerbsfähigkeit um globale Talente schwächen könnte, gerade jetzt, wo das neue Skills-in-Demand-Visum eingeführt wird.
Organisationen mit Entsendungsprogrammen sollten die Bearbeitungszeiten genau beobachten und für 2026 mit höheren Kosten rechnen. Da die Abgänge zunehmen, werden Bindungsmaßnahmen für bereits gesponserte Mitarbeiter ebenso wichtig wie die Rekrutierung. Mobilitätsplaner wird geraten, Unterkünfte frühzeitig für die Einreisen im März und Juli 2026 zu sichern, da das Angebot in Sydney, Melbourne und Brisbane voraussichtlich weiter knapper wird.
Quelle: news.com.au