
In einem wegweisenden, aber vorsichtigen Schritt hat der polnische Ministerrat am 30. Dezember 2025 einen Gesetzentwurf verabschiedet, der es zwei Erwachsenen – einschließlich gleichgeschlechtlicher Paare – ermöglicht, vor einem Notar einen „Zusammenlebensvertrag“ zu registrieren. Das von Gleichstellungsministerin Katarzyna Kotula vorangetriebene Instrument gewährt den Unterzeichnenden Rechte wie gemeinsames Wohnen, Erbschaft von Haushaltsgegenständen, gegenseitigen Zugang zu Gesundheitsinformationen, Pflegeurlaub, ausgewählte gemeinsame Steuervergünstigungen sowie die Möglichkeit, nach einer Trennung Unterhalt zu fordern.
Für global mobile Mitarbeitende ist diese Änderung von Bedeutung, da Polen gleichgeschlechtlichen Paaren weiterhin die Anerkennung von Ehe oder eingetragener Lebenspartnerschaft verweigert. Personalabteilungen, die Talente nach Warschau oder Krakau entsenden, standen bisher vor praktischen Hürden – von der Beantragung von Familienaufenthaltstiteln bis hin zu Besuchsrechten im Krankenhaus für begleitende Partner. Mit dem neuen Gesetz können Ausländer, die einen Zusammenlebensvertrag in Polen registrieren, bei der Beantragung von Aufenthaltstiteln für Angehörige oder firmenfinanzierter privater Krankenversicherung ein rechtlich gültiges Dokument vorlegen, was das administrative Risiko verringert.
Die Reform geht nicht so weit wie die vollständige Ehegleichstellung und erweitert nicht automatisch elterliche oder Adoptionsrechte. Der konservative Koalitionspartner PSL hat bereits Bedenken geäußert, und Präsident Karol Nawrocki (PiS-nah) könnte das Gesetz noch ablehnen. Dennoch betonen Unternehmensjuristen, dass der Entwurf mehrere alltägliche Probleme löst – insbesondere die fehlende Rechtsstellung unverheirateter Partner bei der Unterzeichnung von Mietverträgen oder der Eröffnung gemeinsamer Bankkonten.
Sollte das Parlament den Gesetzentwurf im ersten Quartal 2026 verabschieden, sollten Arbeitgeber ihre Entsendungsrichtlinien anpassen. Migrationsberater erwarten, dass das Amt für Ausländer Leitlinien veröffentlicht, die klären, wie Zusammenlebensverträge bei gemischtstaatlichen Paaren übersetzt und apostilliert werden müssen. Angesichts des angespannten Arbeitsmarktes in Polen – die Arbeitslosenquote liegt bei nur 2,5 % – könnte diese schrittweise Verbesserung Entsendungen für LGBTQ+-Personen und nicht-traditionelle Familien attraktiver machen, die das Land gewinnen möchte.
Für global mobile Mitarbeitende ist diese Änderung von Bedeutung, da Polen gleichgeschlechtlichen Paaren weiterhin die Anerkennung von Ehe oder eingetragener Lebenspartnerschaft verweigert. Personalabteilungen, die Talente nach Warschau oder Krakau entsenden, standen bisher vor praktischen Hürden – von der Beantragung von Familienaufenthaltstiteln bis hin zu Besuchsrechten im Krankenhaus für begleitende Partner. Mit dem neuen Gesetz können Ausländer, die einen Zusammenlebensvertrag in Polen registrieren, bei der Beantragung von Aufenthaltstiteln für Angehörige oder firmenfinanzierter privater Krankenversicherung ein rechtlich gültiges Dokument vorlegen, was das administrative Risiko verringert.
Die Reform geht nicht so weit wie die vollständige Ehegleichstellung und erweitert nicht automatisch elterliche oder Adoptionsrechte. Der konservative Koalitionspartner PSL hat bereits Bedenken geäußert, und Präsident Karol Nawrocki (PiS-nah) könnte das Gesetz noch ablehnen. Dennoch betonen Unternehmensjuristen, dass der Entwurf mehrere alltägliche Probleme löst – insbesondere die fehlende Rechtsstellung unverheirateter Partner bei der Unterzeichnung von Mietverträgen oder der Eröffnung gemeinsamer Bankkonten.
Sollte das Parlament den Gesetzentwurf im ersten Quartal 2026 verabschieden, sollten Arbeitgeber ihre Entsendungsrichtlinien anpassen. Migrationsberater erwarten, dass das Amt für Ausländer Leitlinien veröffentlicht, die klären, wie Zusammenlebensverträge bei gemischtstaatlichen Paaren übersetzt und apostilliert werden müssen. Angesichts des angespannten Arbeitsmarktes in Polen – die Arbeitslosenquote liegt bei nur 2,5 % – könnte diese schrittweise Verbesserung Entsendungen für LGBTQ+-Personen und nicht-traditionelle Familien attraktiver machen, die das Land gewinnen möchte.
Quelle: Reuters
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