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Sturm sorgt für 851 Flugverspätungen und 53 Ausfälle an Pariser und weiteren EU-Drehkreuzen

Jan. 18, 2026
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Sturm sorgt für 851 Flugverspätungen und 53 Ausfälle an Pariser und weiteren EU-Drehkreuzen
Ein frischer Kaltluftvorstoß namens „Jorty“ legte den europäischen Luftverkehr am 17. Januar lahm und verursachte laut Daten des Luftfahrt-Tracking-Portals The Traveler 851 Verspätungen und 53 Flugausfälle auf dem Kontinent. Die Flughäfen Paris-Charles-de-Gaulle und Orly waren mit rund 22 % der Störungen besonders betroffen, da sich die Enteisungsschlangen verlängerten und die Reibungskoeffizienten der Start- und Landebahnen unter die Sicherheitsgrenzen fielen. Auch London-Heathrow, Amsterdam-Schiphol und Istanbul verzeichneten umfangreiche Verzögerungen.

Für globale Mobilitätsprogramme bedeuten die unmittelbaren Probleme verpasste Anschlussflüge und Überziehungen, die das Schengen-90/180-Tage-Regelwerk gefährden. Mobilitätsmanager sollten Reisende daran erinnern, dass ein von der französischen Grenzpolizei ausgestempelter EU-„Force Majeure“-Nachweis bei wetterbedingten unfreiwilligen Aufenthalten im Schengen-Raum vor Strafgebühren schützen kann. Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter zudem über die EU-Verordnung 261/2004 informieren: Bei außergewöhnlichen Wetterbedingungen entfällt der Anspruch auf finanzielle Entschädigung, die Fluggesellschaften müssen jedoch weiterhin für Verpflegung nach zwei Stunden Wartezeit und gegebenenfalls Unterkunft bei Übernachtungen sorgen.

Sturm sorgt für 851 Flugverspätungen und 53 Ausfälle an Pariser und weiteren EU-Drehkreuzen


Auswirkungen auf Fracht und Umzüge: Mehrere temperaturkritische Haushaltsgüterlieferungen, die für Lager in Paris bestimmt waren, wurden aufgrund von Slot-Engpässen in Lyon entladen, so der Spediteur Bolloré Logistics. Dies könnte die Lieferzeiten für ankommende Expatriates um 48 bis 72 Stunden verlängern. Zeitkritische Biotech-Proben wurden über Toulouse umgeleitet und mit FedExs „Cold Chain Silver“-Service transportiert, was pro Sendung zusätzliche Kosten von 300 Euro verursacht.

Netzwerkresilienz: EUROCONTROLs Network Manager aktivierte um 05:30 Uhr MEZ seine Krisenkoordinationseinheit, reduzierte die Kapazität im französischen Luftraum um 15 % und ordnete Kapazitätskürzungen für die Fluginformationsregionen Paris, Reims und Marseille an. Fluggesellschaften setzten sogenannte „Hot-Reserve“-Crews mit Sitz in Südeuropa ein, um den Flugbetrieb nach Wetterbesserung schnell wieder aufzunehmen – eine kostspielige, aber angesichts der zunehmenden klimabedingten Volatilität immer häufiger genutzte Strategie.

Ausblick: Météo-France erwartet, dass die Temperaturen am Nachmittag des 18. Januar über den Gefrierpunkt steigen, sodass CDG den Normalbetrieb wieder aufnehmen kann. Dennoch werden sich Slot-Verschiebungen mindestens 24 Stunden lang auswirken, weshalb Geschäftsreisende ihre Flugzeiten besser über Airline-Apps verfolgen sollten, anstatt sich auf statische E-Tickets zu verlassen.
Quelle: The Traveler

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