
Reisende, die von London Heathrow abfliegen, können endlich aufhören, Shampoo in Mini-Fläschchen umzufüllen. Ab dem 23. Januar 2026 hebt der größte britische Flughafen die 100-Milliliter-Grenze für Flüssigkeiten, Gele und Pasten im Handgepäck auf, nachdem er die vierjährige, eine Milliarde Pfund teure Einführung von Computertomographie-(CT)-Sicherheits-Scannern der nächsten Generation abgeschlossen hat. Die neue Technik erzeugt hochauflösende 3D-Bilder, mit denen Sicherheitsbeamte das Gepäck virtuell drehen und „aufschneiden“ können, um Sprengstoffe zu erkennen, ohne dass Passagiere Gegenstände herausnehmen müssen. Jeder Behälter darf nun bis zu zwei Liter fassen, und Laptops können im Gepäck bleiben – eine Änderung, die Heathrow-Chef Thomas Woldbye als Befreiung von der „Tyrannei winziger Toilettenartikel“ bezeichnet und die Sicherheitskontrollen beschleunigen soll.
Die 100-ml-Regel wurde weltweit 2006 eingeführt, nachdem die britische Polizei einen Anschlagsplan mit Flüssigsprengstoff auf transatlantischen Flügen vereitelt hatte. Britische Flughäfen mussten bis Dezember 2022 CT-Scanner installieren, doch die Pandemie und Lieferkettenprobleme verschoben die Frist zweimal. Kleinere Flughäfen wie London City und Teesside rüsteten früh auf, wurden 2024 jedoch von der Regierung angewiesen, die Beschränkung vorübergehend wieder einzuführen, bis die Geräte von den Aufsichtsbehörden geprüft waren. Heathrow ist der erste globale Mega-Hub, der die vollständige Umstellung abgeschlossen hat.
Operativ erwartet Heathrow durch die Änderung eine Verkürzung der Wartezeiten um 15 bis 20 Prozent, da eine der häufigsten Ursachen für Nachkontrollen entfällt. Flughafendaten zeigen, dass über 65 Prozent der Nachkontrollen durch falsch verpackte Flüssigkeiten oder Laptops ausgelöst wurden. Zudem rechnet der Flughafen mit einem Umweltvorteil: Der Verzicht auf Einweg-Plastiktüten bei der Sicherheitskontrolle wird jährlich bis zu 16 Millionen Plastikstücke weniger im Abfall bedeuten. Fluggesellschaften wie British Airways und Virgin Atlantic begrüßen die Neuerung, da schnellere Abläufe pünktliche Abflüge in Spitzenzeiten unterstützen.
Die neue Freiheit gilt jedoch nur für Abflüge ab Heathrow. Geschäftsreisende werden darauf hingewiesen, dass die meisten ausländischen Flughäfen – darunter viele EU-Drehkreuze – weiterhin die 100-ml-Grenze durchsetzen. Eine Flasche, die die Sicherheitskontrolle in Heathrow passiert, kann auf dem Rückflug konfisziert werden. Unternehmen sollten ihre Reiserichtlinien und Vorabinformationen anpassen, um auf das Flickwerk an Regeln während der Übergangszeit hinzuweisen. Die britische Luftfahrtbehörde betont, dass Passagiere selbst dafür verantwortlich sind, dass ihr Gepäck an jedem Flughafen ihrer Reiseroute den jeweiligen Vorschriften entspricht.
Die 100-ml-Regel wurde weltweit 2006 eingeführt, nachdem die britische Polizei einen Anschlagsplan mit Flüssigsprengstoff auf transatlantischen Flügen vereitelt hatte. Britische Flughäfen mussten bis Dezember 2022 CT-Scanner installieren, doch die Pandemie und Lieferkettenprobleme verschoben die Frist zweimal. Kleinere Flughäfen wie London City und Teesside rüsteten früh auf, wurden 2024 jedoch von der Regierung angewiesen, die Beschränkung vorübergehend wieder einzuführen, bis die Geräte von den Aufsichtsbehörden geprüft waren. Heathrow ist der erste globale Mega-Hub, der die vollständige Umstellung abgeschlossen hat.
Operativ erwartet Heathrow durch die Änderung eine Verkürzung der Wartezeiten um 15 bis 20 Prozent, da eine der häufigsten Ursachen für Nachkontrollen entfällt. Flughafendaten zeigen, dass über 65 Prozent der Nachkontrollen durch falsch verpackte Flüssigkeiten oder Laptops ausgelöst wurden. Zudem rechnet der Flughafen mit einem Umweltvorteil: Der Verzicht auf Einweg-Plastiktüten bei der Sicherheitskontrolle wird jährlich bis zu 16 Millionen Plastikstücke weniger im Abfall bedeuten. Fluggesellschaften wie British Airways und Virgin Atlantic begrüßen die Neuerung, da schnellere Abläufe pünktliche Abflüge in Spitzenzeiten unterstützen.
Die neue Freiheit gilt jedoch nur für Abflüge ab Heathrow. Geschäftsreisende werden darauf hingewiesen, dass die meisten ausländischen Flughäfen – darunter viele EU-Drehkreuze – weiterhin die 100-ml-Grenze durchsetzen. Eine Flasche, die die Sicherheitskontrolle in Heathrow passiert, kann auf dem Rückflug konfisziert werden. Unternehmen sollten ihre Reiserichtlinien und Vorabinformationen anpassen, um auf das Flickwerk an Regeln während der Übergangszeit hinzuweisen. Die britische Luftfahrtbehörde betont, dass Passagiere selbst dafür verantwortlich sind, dass ihr Gepäck an jedem Flughafen ihrer Reiseroute den jeweiligen Vorschriften entspricht.
Quelle: The Guardian
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