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Brüssel bestätigt: Spanien entscheidet allein über Migrationsamnestie und weist PP sowie Vox zurück

Jan. 30, 2026
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Brüssel bestätigt: Spanien entscheidet allein über Migrationsamnestie und weist PP sowie Vox zurück
Die Europäische Kommission erinnerte am 29. Januar die spanische konservative Partido Popular und die rechtsextreme Vox daran, dass die nationalen Regierungen die alleinige Zuständigkeit für die Legalisierung von Migranten auf ihrem Hoheitsgebiet besitzen. Auf formelle Anfragen beider Parteien antwortete EU-Migrationskommissar Magnus Brunner, dass Brüssel keine rechtliche Grundlage habe, um die geplante Legalisierung von rund 500.000 undokumentierten Bewohnern in Spanien zu blockieren.

Diese Klarstellung schwächt die Pläne der Opposition, andere Mitgliedstaaten gegen das Dekret von Ministerpräsident Pedro Sánchez zu mobilisieren. Die PP argumentiert, eine Massenamnestie könnte die Sicherheit im Schengen-Raum gefährden und die sozialen Dienste belasten, während Vox die Maßnahme als „Bedrohung der öffentlichen Ordnung“ bezeichnet. Beide hatten die Kommission und den Europäischen Rat um Eingreifen gebeten.

Brüssel bestätigt: Spanien entscheidet allein über Migrationsamnestie und weist PP sowie Vox zurück


Rechtsexperten weisen darauf hin, dass EU-Migrationsrichtlinien die Legalisierung vollständig in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten legen, sofern die Begünstigten keine Sicherheitsrisiken darstellen. Spanien führte zuletzt 2005 eine groß angelegte Amnestie durch, Italien folgte während der Pandemie 2020. In beiden Fällen gab es keine Vertragsverletzungsverfahren.

Für Unternehmen, die innergemeinschaftliche Entsendungen managen, verringert die Stellungnahme der Kommission das regulatorische Risiko: Sobald Spanien Aufenthaltstitel ausstellt, genießen deren Inhaber Freizügigkeit im Schengen-Raum, vorbehaltlich der 90/180-Tage-Regelung in anderen Staaten. Mobilitätsteams sollten daher für 2026 mit erleichterten Kurzzeitreisen neu legalisierter Arbeitskräfte planen.

Der politische Streit wird sich jedoch kaum legen. PP-Abgeordnete im Europaparlament kündigen an, sich für strengere EU-Rückführungsregeln einzusetzen, während Vox gegen jede künftige Ausweitung der Freizügigkeitsrechte kämpfen will. Unternehmen sollten die parlamentarischen Debatten aufmerksam verfolgen, da mögliche Änderungen des spanischen Ausländergesetzes nach dem Dekret zu erwarten sind.
Quelle: El País

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