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Phase zwei des Ein- und Ausstiegssystems bringt spanische Flughäfen zum Erliegen, Branche fordert Notfallpläne

Jan. 29, 2026
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Phase zwei des Ein- und Ausstiegssystems bringt spanische Flughäfen zum Erliegen, Branche fordert Notfallpläne
Das biometrische Ein- und Ausreisesystem (EES) der EU ist am 9. Januar 2026 in die zweite Ausrollphase gestartet. Dabei müssen Grenzbeamte mindestens 35 Prozent der ankommenden und abreisenden Drittstaatsangehörigen erfassen. Weniger als drei Wochen nach dem Start warnen Luftfahrtverbände, dass das System den Passagierfluss an wichtigen spanischen Flughäfen stark behindert. Ein Bericht von Biometric Update vom 28. Januar zitiert den Airports Council International (ACI) Europe und den spanischen Hotelverband CEHAT, die die Lage als „Chaos“ bezeichnen, das sich im Sommer zu einem völligen Zusammenbruch ausweiten könnte.

An den Flughäfen Malaga-Costa del Sol, Teneriffa Süd, Lanzarote und Barcelona-El Prat stehen Reisende in Warteschlangen von über zwei Stunden, da unterbesetzte Polizeiteams mit Fingerabdruckscannern kämpfen, die häufig abstürzen oder Zeitüberschreitungen verursachen. Lissabon hat die EES-Kontrollen vorübergehend ausgesetzt; Branchenanalysten gehen davon aus, dass die spanischen Behörden dies während der Oster-Hochsaison ebenfalls tun müssen. Fluggesellschaften wie Ryanair und Vueling empfehlen Passagieren bereits, drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.

Phase zwei des Ein- und Ausstiegssystems bringt spanische Flughäfen zum Erliegen, Branche fordert Notfallpläne


Für Mobilitätsmanager bedeutet dies vor allem ein erhöhtes Risiko von Verspätungen und verpassten Anschlussflügen bei Geschäftsreisenden. Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter anweisen, bei Reisen auf der Iberischen Halbinsel mehr Pufferzeit einzuplanen und sicherzustellen, dass die Reisepässe maschinenlesbar und frei von verschmierten Stempeln sind. Fluggesellschaften, die enge Anschlussflüge in Madrid oder Barcelona für Langstreckenflüge anbieten, müssen ihre Flugpläne möglicherweise anpassen, bis die biometrische Erfassung vollständig reibungslos funktioniert.

Spanische Polizeigewerkschaften betonen, dass das Problem lösbar sei, wenn das Innenministerium die versprochenen 1.200 zusätzlichen Beamten für die EES-Implementierung einstellt. Auch die Technologieanbieter bringen Software-Updates heraus, die die Erfassungszeit von 90 auf 45 Sekunden halbieren sollen. Die dritte und letzte Phase – die vollständige biometrische Erfassung – beginnt am 10. April 2026. Analysten warnen, dass ohne eine beschleunigte Personalaufstockung und den Ausbau der Kioske in Spanien das Passagieraufkommen in der Hochsaison zu systemweiten Störungen im Schengen-Raum führen könnte.
Quelle: Biometric Update

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