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CSA-Umfrage: 67 % der französischen Wähler befürworten eine 2- bis 3-jährige Pause bei der legalen Einwanderung

Jan. 29, 2026
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CSA-Umfrage: 67 % der französischen Wähler befürworten eine 2- bis 3-jährige Pause bei der legalen Einwanderung
Eine aktuelle Meinungsumfrage, die am Mittag des 28. Januar veröffentlicht wurde, zeigt, dass eine deutliche Mehrheit der französischen Bevölkerung die vorübergehende Aussetzung der meisten Kategorien legaler Einwanderung unterstützt – ein Vorschlag, den Justizminister Gérald Darmanin am Wochenende ins Spiel gebracht hatte. Die CSA-Umfrage unter 1.010 Erwachsenen, die am 27. und 28. Januar online für CNEWS, Europe 1 und das Journal du Dimanche durchgeführt wurde, ergab, dass 67 % der Befragten dafür sind, neue Visa für Familienzusammenführung und reguläre Arbeitserlaubnisse für „zwei oder drei Jahre“ auszusetzen, während 32 % dagegen sind und 1 % unentschieden bleibt. Die Unterstützung ist breit gefächert – 69 % der Frauen, 64 % der Männer und klare Mehrheiten in allen Altersgruppen befürworten die Idee – wobei die politische Ausrichtung die Haltung prägt: 96 % der Wähler des Rassemblement National stimmen zu, im Gegensatz zu 34 % der Grünen und Linken.

Die Umfrage erscheint nur drei Tage, nachdem Darmanin im Fernsehsender LCI erklärt hatte, Frankreich brauche eine „Atempause“, um sein Integrationsmodell zu überdenken, und er sich eine australische Quotenregelung wünscht, die nach Ende des Einfrierens per Referendum beschlossen werden soll. Wirtschaftsverbände und Universitäten warnen, dass ein generelles Moratorium Bauprojekte im Zusammenhang mit den Olympischen Jugend-Winterspielen 2026 gefährden und internationale Studierende in Konkurrenzländer treiben könnte. Die Ergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass die Botschaft des Ministers bei einer Wählerschaft ankommt, die durch die Rekord-Nettozuwanderung von 384.000 im Jahr 2025 verunsichert ist.

CSA-Umfrage: 67 % der französischen Wähler befürworten eine 2- bis 3-jährige Pause bei der legalen Einwanderung


Für Teams im Bereich globale Mobilität und Personalwesen sind die Zahlen ein Warnsignal, dass Einwanderung schon lange vor der Präsidentschaftswahl 2027 zu einem zentralen Wahlkampfthema werden könnte. Selbst wenn eine formelle Aussetzung verfassungsrechtlich schwierig ist, könnte das Innenministerium bestehende Ermessensspielräume nutzen, um Arbeitsmarktprüfungen zu verschärfen, Bearbeitungszeiten zu verlängern oder regionale Visaquoten vorübergehend zu begrenzen. Arbeitgeber, die auf Talente außerhalb der EU angewiesen sind – insbesondere in den Bereichen Technologie, Gesundheitswesen und saisonale Landwirtschaft – sollten daher anstehende Einsätze überprüfen, Verlängerungen frühzeitig beantragen und mögliche innerbetriebliche Versetzungen als „strategische Ausnahmen“ prüfen.

Die Umfrage unterstreicht zudem die Notwendigkeit einer besseren Kommunikation rund um wirtschaftliche Migration. Fast drei Viertel der 18- bis 24-Jährigen befürworten ein Einwanderungsmoratorium, obwohl die Jugendarbeitslosigkeit bei 17 % liegt. Mobilitätsmanager könnten es schwerer haben, öffentliche und politische Unterstützung für Visa bei Fachkräftemangel zu gewinnen, wenn Unternehmen keine klaren Weiterbildungs- oder Lokalisierungspläne für französische Arbeitnehmer vorlegen können.

Schließlich deutet die Umfrage auf möglichen Druck auf das neue Einwanderungsgesetz von 2024 hin, von dem Teile bereits vom Verfassungsrat kassiert wurden. Sollte die Regierung auf Quoten zusteuern, wären Gesetzesänderungen – und möglicherweise eine erneute Prüfung durch den Verfassungsrat – unvermeidlich, was weitere Unsicherheiten für Permit-Kategorien wie den Passeport-Talent und die EU Blue Card mit sich bringen würde. Krisenmanagement und proaktive Einbindung der Stakeholder sollten daher in den kommenden Monaten ganz oben auf der Agenda der Mobilitätsverantwortlichen stehen.
Quelle: CNEWS

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