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EU-Abgeordnete billigen Einigung zur Koordinierung grenzüberschreitender Schienenkapazitäten – gute Nachrichten für französische Exporteure

Jan. 30, 2026
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EU-Abgeordnete billigen Einigung zur Koordinierung grenzüberschreitender Schienenkapazitäten – gute Nachrichten für französische Exporteure
Am 29. Januar hat der Verkehrsausschuss (TRAN) des Europäischen Parlaments eine vorläufige Verordnung verabschiedet, die nationale Infrastrukturbetreiber verpflichtet, die Schienenkapazitäten auf internationalen Korridoren gemeinsam zu planen und zu vergeben. Obwohl die Maßnahme technisch erscheint, könnte sie für französische Verlader, die auf zeitkritische Güterströme durch Luxemburg, Deutschland, Italien und Spanien angewiesen sind, eine echte Wende bedeuten.

Laut der Vereinbarung müssen Infrastrukturbetreiber wie SNCF Réseau standardisierte Kapazitäts-"Kataloge" 18 Monate vor jedem Fahrplan veröffentlichen, Wartungsfenster koordinieren und einheitliche Buchungssysteme für grenzüberschreitende Zugwege schaffen. Bisher jonglieren Betreiber oft mit einem Flickenteppich nationaler Regelungen, was zu kurzfristigen Streckenstreichungen oder Engpässen an Übergabepunkten wie Modane und Hendaye führt.

EU-Abgeordnete billigen Einigung zur Koordinierung grenzüberschreitender Schienenkapazitäten – gute Nachrichten für französische Exporteure


Die französische Regierung setzte sich nach mehreren Wochenendbaustellen auf der Strecke Lyon–Turin, die 2025 zu blockierten Lieferungen von Autoteilen an Montagewerke führten, intensiv für die Reform ein. Die Branchenvereinigung TLF schätzt, dass planbare Güterverkehre allein für französische Exporteure jährlich 13 Millionen Euro an Lagerhaltungskosten einsparen könnten – und gleichzeitig Paris helfen, seine Ziele für den Verkehrsmodalwechsel vor dem Klimaziel 2030 zu erreichen.

Für Mobilitätsfachleute, die Expat-Einsätze im Zusammenhang mit paneuropäischen Produktionsnetzwerken betreuen, ist die Regelung aus zwei Gründen relevant: Erstens entlastet zuverlässigerer Schienengüterverkehr den Just-in-Time-Straßentransport, was den Bedarf an Notfalleinsätzen von Fahrern und kurzfristigen Schengen-Visumsanträgen für Nicht-EU-Techniker verringern kann. Zweitens fügt sich die Verordnung nahtlos in die geplante Verlängerung der französischen Binnengrenzkontrollen ein – ein Hinweis darauf, dass die Schiene zunehmend zu einem strategischen Instrument in Sicherheits- und Dekarbonisierungspolitik wird.

Der Text muss noch eine Plenarabstimmung bestehen und die Zustimmung des Rates erhalten, doch die Abgeordneten rechnen mit einer formellen Verabschiedung vor der Sommerpause und einer schrittweisen Umsetzung ab 2028. Unternehmen sollten ihre aktuellen Abhängigkeiten vom Schienengüterverkehr analysieren, sich mit Spediteuren zu bevorzugten Zugwegen abstimmen und beobachten, wie SNCF Réseau die neuen Regeln in sein digitales Fahrplananfrage-System integriert.
Quelle: Trans.INFO

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