
Während Spaniens landesweite Amnestie Schlagzeilen macht, kämpfen die Kommunalbehörden bereits mit der Umsetzung. Am Freitag kündigte Barcelonas Bürgermeister Jaume Collboni an, dass mindestens 24.000 undokumentierte Ausländer in der katalanischen Hauptstadt sofort für das neue Dekret infrage kommen sollten. Diese Zahl, basierend auf Daten der Sozialdienste, gilt als Mindestwert; die Behörden gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher sein könnte, sobald sich die Nachricht in den Migrantengemeinschaften verbreitet.
Um dem gerecht zu werden, haben die Stadt und der Delegierte der Zentralregierung in Katalonien eine interadministrative Taskforce gebildet, die am Montag ihre Arbeit aufnehmen wird. Ihre Aufgabe ist es, Migrantenviertel mit hoher Dichte zu kartieren, mehrsprachige Aufklärungsteams einzusetzen und das berüchtigt langsame Terminvergabesystem in den Ausländerämtern zu optimieren. Collboni erklärte, die Stadt werde auf Erfahrungen früherer Legalisierungen zurückgreifen, um Antragsteller bei der Papierarbeit, der Hintergrundüberprüfung und der digitalen Fingerabdruckerfassung zu unterstützen. Ein spezieller Helpdesk, besetzt mit Einwanderungsanwälten und NGO-Freiwilligen, wird im Rathaus eröffnet, zudem sind mobile Beratungsstellen auf Märkten und in Gemeindezentren geplant.
Wirtschaftsverbände im Großraum Barcelona – Heimat des größten Start-up-Zentrums Spaniens und einer florierenden Gastronomieszene – begrüßen die Initiative. Der Arbeitgeberverband PIMEC erklärte gegenüber EL PAÍS, dass Arbeitskräftemangel in Pflege, Logistik und Bauunternehmen Firmen dazu zwinge, Schwarzarbeit zu beschäftigen, was sie Bußgeldern und Versicherungsrisiken aussetze. Durch die beschleunigte Legalisierung hofft die Stadt, Stellen legal zu besetzen und Missstände wie Lohnraub und unsichere Arbeitsbedingungen zu reduzieren.
Politisch wurde die Maßnahme im Stadtrat mit Unterstützung von PSC, En Comú Podem und ERC verabschiedet, während die konservative PP und die rechtsextreme Vox dagegen stimmten. Die Ratsmitglieder billigten außerdem einen Antrag, der Rassismus verurteilt und den kulturellen sowie wirtschaftlichen Beitrag von Migranten zum Wachstum Barcelonas anerkennt.
Für Arbeitgeber ist die wichtigste praktische Konsequenz: Beginnen Sie damit, Verträge und Gehaltsabrechnungen für bisher informell beschäftigte Arbeitnehmer zusammenzustellen, um eine „effektive Integration“ nachzuweisen – ein Faktor, der die Bearbeitung beschleunigt. Personalabteilungen sollten zudem die obligatorische Antragsgebühr von 15 Euro pro Mitarbeiter einplanen und die Sozialversicherungsbeiträge berücksichtigen, sobald die Genehmigungen erteilt sind. Migrantenvertreter fordern derweil, dass die Stadt die Finanzierung der Rechtsberatung an den Bedarf anpasst; sie weisen darauf hin, dass ein Antragsansturm im Jahr 2005 zu monatelangen Wartezeiten und Dokumentenbetrug geführt hatte.
Um dem gerecht zu werden, haben die Stadt und der Delegierte der Zentralregierung in Katalonien eine interadministrative Taskforce gebildet, die am Montag ihre Arbeit aufnehmen wird. Ihre Aufgabe ist es, Migrantenviertel mit hoher Dichte zu kartieren, mehrsprachige Aufklärungsteams einzusetzen und das berüchtigt langsame Terminvergabesystem in den Ausländerämtern zu optimieren. Collboni erklärte, die Stadt werde auf Erfahrungen früherer Legalisierungen zurückgreifen, um Antragsteller bei der Papierarbeit, der Hintergrundüberprüfung und der digitalen Fingerabdruckerfassung zu unterstützen. Ein spezieller Helpdesk, besetzt mit Einwanderungsanwälten und NGO-Freiwilligen, wird im Rathaus eröffnet, zudem sind mobile Beratungsstellen auf Märkten und in Gemeindezentren geplant.
Wirtschaftsverbände im Großraum Barcelona – Heimat des größten Start-up-Zentrums Spaniens und einer florierenden Gastronomieszene – begrüßen die Initiative. Der Arbeitgeberverband PIMEC erklärte gegenüber EL PAÍS, dass Arbeitskräftemangel in Pflege, Logistik und Bauunternehmen Firmen dazu zwinge, Schwarzarbeit zu beschäftigen, was sie Bußgeldern und Versicherungsrisiken aussetze. Durch die beschleunigte Legalisierung hofft die Stadt, Stellen legal zu besetzen und Missstände wie Lohnraub und unsichere Arbeitsbedingungen zu reduzieren.
Politisch wurde die Maßnahme im Stadtrat mit Unterstützung von PSC, En Comú Podem und ERC verabschiedet, während die konservative PP und die rechtsextreme Vox dagegen stimmten. Die Ratsmitglieder billigten außerdem einen Antrag, der Rassismus verurteilt und den kulturellen sowie wirtschaftlichen Beitrag von Migranten zum Wachstum Barcelonas anerkennt.
Für Arbeitgeber ist die wichtigste praktische Konsequenz: Beginnen Sie damit, Verträge und Gehaltsabrechnungen für bisher informell beschäftigte Arbeitnehmer zusammenzustellen, um eine „effektive Integration“ nachzuweisen – ein Faktor, der die Bearbeitung beschleunigt. Personalabteilungen sollten zudem die obligatorische Antragsgebühr von 15 Euro pro Mitarbeiter einplanen und die Sozialversicherungsbeiträge berücksichtigen, sobald die Genehmigungen erteilt sind. Migrantenvertreter fordern derweil, dass die Stadt die Finanzierung der Rechtsberatung an den Bedarf anpasst; sie weisen darauf hin, dass ein Antragsansturm im Jahr 2005 zu monatelangen Wartezeiten und Dokumentenbetrug geführt hatte.
Quelle: EL PAÍS