
Die belgischen Grenzbehörden haben monatelang die Einführung des neuen Ein- und Ausreisesystems (EES) der Europäischen Union vorbereitet, das Fingerabdrücke und Gesichtsbilder aller Nicht-EU-Reisenden beim Betreten oder Verlassen des Schengen-Raums erfasst. Doch weniger als zehn Wochen vor der verpflichtenden Einführung hat die Europäische Kommission den Mitgliedstaaten stillschweigend erlaubt, das System während verkehrsstarker Zeiten auszusetzen, um Staus in der Ferienzeit zu vermeiden. Die am 3. Februar veröffentlichte Richtlinie folgt auf Testläufe an mehreren Flughäfen – darunter auch der Flughafen Brüssel –, die zeigten, dass die erstmalige Registrierung die Abfertigungszeiten an der Passkontrolle leicht verdoppeln kann.
Dank der neuen „Flexibilitätsklausel“ darf die belgische Bundespolizei zwischen Mitte Juni und Anfang September wieder manuell Pässe abstempeln, falls sich die biometrischen Warteschlangen bis in die Abflugbereiche ausdehnen. Diese Entlastung ist wichtig: Für Juli und August rechnet Brüssel mit täglich über 90.000 Passagieren – fast 15 % mehr als im Vorjahr. Die Flughafenleitung warnt, dass schon eine Verzögerung von 30 Sekunden pro Reisendem zu stundenlangen Warteschlangen in Spitzenzeiten führen kann.
Die Entscheidung der Kommission entlastet auch die Fluggesellschaften. Diese hatten gewarnt, dass verpasste Anschlussflüge das eng getaktete Hub-and-Spoke-Netzwerk Europas durcheinanderbringen und Tausende Passagiere sowie Crews umplanen müssten. Mit der temporären Rückfalloption gewinnen belgische Betreiber eine ganze Saison, um Personal zu schulen, die Algorithmen der automatischen Kontrollsysteme zu optimieren und Reisende über Voranmeldestationen zu informieren.
Für Firmen mit mobiler Belegschaft lautet die Botschaft zweigleisig: Planen Sie im Sommer mehr Pufferzeiten ein, verschieben Sie aber nicht die Vorbereitungen zur Einhaltung der Vorschriften. Der Starttermin des EES am 10. April 2026 bleibt bestehen, und die Grenzbeamten werden die vollständige biometrische Erfassung wieder aufnehmen, sobald das Verkehrsaufkommen es zulässt. Unternehmen, die Mitarbeiter nach oder durch Belgien entsenden, sollten ihre Reiserichtlinien anpassen, längere Reisezeiten einkalkulieren und Drittstaatsangehörige darauf hinweisen, dass ein einziger fehlgeschlagener Fingerabdruck-Scan eine Nachkontrolle auslösen kann.
Blickt man voraus, könnte dieselbe Flexibilität bis Ende 2026 gelten, wenn das separate Reisegenehmigungssystem ETIAS in Betrieb geht. Sollte der EES-Start holprig verlaufen, könnte Belgien eine schrittweise Einführung fordern, um eine Wiederholung der Staus zu vermeiden, die frühere Sicherheits-IT-Einführungen wie das US-ESTA oder Kanadas eTA begleiteten.
Dank der neuen „Flexibilitätsklausel“ darf die belgische Bundespolizei zwischen Mitte Juni und Anfang September wieder manuell Pässe abstempeln, falls sich die biometrischen Warteschlangen bis in die Abflugbereiche ausdehnen. Diese Entlastung ist wichtig: Für Juli und August rechnet Brüssel mit täglich über 90.000 Passagieren – fast 15 % mehr als im Vorjahr. Die Flughafenleitung warnt, dass schon eine Verzögerung von 30 Sekunden pro Reisendem zu stundenlangen Warteschlangen in Spitzenzeiten führen kann.
Die Entscheidung der Kommission entlastet auch die Fluggesellschaften. Diese hatten gewarnt, dass verpasste Anschlussflüge das eng getaktete Hub-and-Spoke-Netzwerk Europas durcheinanderbringen und Tausende Passagiere sowie Crews umplanen müssten. Mit der temporären Rückfalloption gewinnen belgische Betreiber eine ganze Saison, um Personal zu schulen, die Algorithmen der automatischen Kontrollsysteme zu optimieren und Reisende über Voranmeldestationen zu informieren.
Für Firmen mit mobiler Belegschaft lautet die Botschaft zweigleisig: Planen Sie im Sommer mehr Pufferzeiten ein, verschieben Sie aber nicht die Vorbereitungen zur Einhaltung der Vorschriften. Der Starttermin des EES am 10. April 2026 bleibt bestehen, und die Grenzbeamten werden die vollständige biometrische Erfassung wieder aufnehmen, sobald das Verkehrsaufkommen es zulässt. Unternehmen, die Mitarbeiter nach oder durch Belgien entsenden, sollten ihre Reiserichtlinien anpassen, längere Reisezeiten einkalkulieren und Drittstaatsangehörige darauf hinweisen, dass ein einziger fehlgeschlagener Fingerabdruck-Scan eine Nachkontrolle auslösen kann.
Blickt man voraus, könnte dieselbe Flexibilität bis Ende 2026 gelten, wenn das separate Reisegenehmigungssystem ETIAS in Betrieb geht. Sollte der EES-Start holprig verlaufen, könnte Belgien eine schrittweise Einführung fordern, um eine Wiederholung der Staus zu vermeiden, die frühere Sicherheits-IT-Einführungen wie das US-ESTA oder Kanadas eTA begleiteten.
Quelle: Euronews