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Durchgesickerter Polizeibericht: Spaniens Migrationsamnestie könnte 1,35 Millionen Menschen legalisieren

Feb. 19, 2026
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Durchgesickerter Polizeibericht: Spaniens Migrationsamnestie könnte 1,35 Millionen Menschen legalisieren
Spaniens ehrgeiziger Plan zur Legalisierung undokumentierter Migranten gerät unter neuen Druck, nachdem eine vertrauliche Analyse der Nationalpolizei, die am 17. Februar 2026 geleakt wurde, ergeben hat, dass bis zu 1,35 Millionen Ausländer eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erhalten könnten – fast das Dreifache der von der Regierung genannten 500.000 Antragsteller. Das im Januar per königlichem Dekret genehmigte Programm öffnet ein dreimonatiges Fenster (April–Juni) für alle, die einen fünfmonatigen Aufenthalt in Spanien vor dem 31. Dezember 2025 und ein sauberes Führungszeugnis nachweisen können.

Der vom Nationalen Zentrum für Einwanderung und Grenzkontrolle (CNIF) erstellte Bericht warnt, dass die großzügigen Zulassungskriterien und Spaniens Lage im passfreien Schengen-Raum sekundäre Migration aus anderen EU-Staaten auslösen könnten, da sich irreguläre Arbeitskräfte neu positionieren, um von der Amnestie zu profitieren. Polizeianalysten rechnen mit 200.000–250.000 solchen Weiterwanderern zusätzlich zu den bereits 750.000–1.000.000 in Spanien. Zudem wird ein Anstieg von Dokumentenfälschungen und Menschenschmuggelaktivitäten vor dem Starttermin im April erwartet.

Durchgesickerter Polizeibericht: Spaniens Migrationsamnestie könnte 1,35 Millionen Menschen legalisieren


Für Arbeitgeber stehen viel auf dem Spiel. Branchen wie Landwirtschaft, Logistik, Gastgewerbe und häusliche Pflege sind stark auf informelle Arbeitskräfte angewiesen; die Legalisierung dieser Arbeitskräfte würde die Steuer- und Sozialversicherungsbasis erweitern, könnte aber auch Mindestlöhne und Compliance-Kosten erhöhen. Personalabteilungen, die planen, Mitarbeiter über Spaniens Programme für Hochqualifizierte, innerbetriebliche Versetzungen oder digitale Nomaden zu entsenden, sollten mit Bearbeitungsverzögerungen rechnen: Die Ausländerbehörden (Oficinas de Extranjería) melden bereits sechs Wochen Rückstand bei Routineverlängerungen, und die Gewerkschaft CSIF fordert eine Notaufstockung des Personals.

Die politische Reaktion ist gespalten. Ministerpräsident Pedro Sánchez argumentiert, die Maßnahme schließe Spaniens demografische Lücke und decke 300.000 gemeldete Arbeitskräftemängel, während die konservative Partido Popular warnt, der Plan überfordere öffentliche Dienste und wirke als „Anreiz“ für illegale Einwanderung. Brüssel hat klargestellt, dass die Legalisierung nationale Kompetenz sei, Spanien aber an seine Pflicht erinnert, den Schengen-Raum zu schützen.

Unternehmen sollten: (1) ihre aktuellen Mitarbeiter prüfen, die berechtigt sein könnten, vom irregulären in den legalen Status zu wechseln; (2) für alle Unternehmensimmigrationsanträge zwischen April und Dezember 2026 längere Bearbeitungszeiten einplanen; und (3) die regionalen Behörden hinsichtlich zusätzlicher Leitlinien zur Arbeitsmarktintegration, Sprachförderung und Sozialversicherungsanmeldung für neu legalisierte Beschäftigte beobachten.
Quelle: Brussels Signal

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