
Die viel diskutierte außergewöhnliche Legalisierung von undokumentierten Migranten in Spanien hat eine dramatische Wendung genommen, nachdem am 16. Februar eine interne „Risikoanalyse“ des Nationalen Zentrums für Einwanderung und Grenzkontrolle (CNIF) der Nationalpolizei durchgesickert ist. Der 29-seitige Bericht, der El Confidencial vorliegt, verdoppelt die offizielle Schätzung der Regierung von 500.000 Begünstigten und prognostiziert, dass letztlich zwischen 1 Million und 1,35 Millionen Menschen eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erhalten könnten, sobald das Antragsfenster am 1. April öffnet.
Das CNIF kommt zu dieser Zahl, indem es zwei Gruppen zusammenrechnet. Erstens geht es davon aus, dass 750.000 bis 1.000.000 undokumentierte Ausländer, die bereits seit mindestens fünf Monaten in Spanien leben, Anträge stellen werden. Zweitens rechnet es mit weiteren 250.000 bis 350.000 Asylbewerbern, die ebenfalls berechtigt sind, da das Dekret jedem, der vor dem 31. Dezember 2025 einen Antrag auf internationalen Schutz gestellt hat, einen Wechsel des Status erlaubt. Polizeianalysten warnen, dass die vergleichsweise „lockeren“ Dokumentationsanforderungen – etwa die Möglichkeit, eine eidesstattliche Erklärung anstelle eines Strafregisterauszugs aus dem Heimatland vorzulegen – die Genehmigungsquoten nahe an 100 Prozent treiben werden.
Abgesehen von den Schlagzeilenzahlen äußern die Beamten strategische Bedenken. Sie prognostizieren, dass Spaniens Ruf als „liberalstes“ Schengen-Mitglied „sekundäre Wanderungsbewegungen“ von 200.000 bis 250.000 irregulären Migranten pro Jahr aus anderen EU-Ländern auslösen wird und maritime Routen in Richtung Kanaren und Andalusien verlagert, was die Ankünfte über See um 6.000 bis 12.000 jährlich erhöhen könnte. Zudem befürchten sie einen Zusammenbruch der ohnehin überlasteten Einwanderungspolizei und einen Anstieg von Dokumentenfälschungen; die Meldungen über verlorene Pässe sind seit Bekanntgabe des Dekrets bereits um 60 Prozent gestiegen.
Das Ministerium für Inklusion wies die Einschätzung umgehend zurück und betonte, dass ein fester Stichtag jeglichen „Anreiz“ ausschließe und die Legalisierung der beste Weg sei, Ausbeutung zu bekämpfen. Wirtschaftsverbände beobachten die Entwicklung genau: Die Branchen Gastgewerbe, Landwirtschaft und Pflege – chronisch unterbesetzt mit legalen Arbeitskräften – sehen in dem Programm eine Chance, große Teile ihrer Belegschaft zu formalisieren und Reputationsrisiken durch Schwarzarbeit zu verringern.
Für multinationale Arbeitgeber ist die Botschaft klar: Wer in Spanien entsandte Mitarbeiter mit Aufenthaltsgenehmigungen für abhängige Ehepartner oder anderen prekären Status beschäftigt, findet im Zeitraum von April bis Juni einen schnellen Weg zur legalen Arbeitserlaubnis. Allerdings sollten Personalabteilungen mit Terminengpässen bei den Ausländerbehörden und einer strengeren Prüfung der Echtheit von Dokumenten rechnen.
Das CNIF kommt zu dieser Zahl, indem es zwei Gruppen zusammenrechnet. Erstens geht es davon aus, dass 750.000 bis 1.000.000 undokumentierte Ausländer, die bereits seit mindestens fünf Monaten in Spanien leben, Anträge stellen werden. Zweitens rechnet es mit weiteren 250.000 bis 350.000 Asylbewerbern, die ebenfalls berechtigt sind, da das Dekret jedem, der vor dem 31. Dezember 2025 einen Antrag auf internationalen Schutz gestellt hat, einen Wechsel des Status erlaubt. Polizeianalysten warnen, dass die vergleichsweise „lockeren“ Dokumentationsanforderungen – etwa die Möglichkeit, eine eidesstattliche Erklärung anstelle eines Strafregisterauszugs aus dem Heimatland vorzulegen – die Genehmigungsquoten nahe an 100 Prozent treiben werden.
Abgesehen von den Schlagzeilenzahlen äußern die Beamten strategische Bedenken. Sie prognostizieren, dass Spaniens Ruf als „liberalstes“ Schengen-Mitglied „sekundäre Wanderungsbewegungen“ von 200.000 bis 250.000 irregulären Migranten pro Jahr aus anderen EU-Ländern auslösen wird und maritime Routen in Richtung Kanaren und Andalusien verlagert, was die Ankünfte über See um 6.000 bis 12.000 jährlich erhöhen könnte. Zudem befürchten sie einen Zusammenbruch der ohnehin überlasteten Einwanderungspolizei und einen Anstieg von Dokumentenfälschungen; die Meldungen über verlorene Pässe sind seit Bekanntgabe des Dekrets bereits um 60 Prozent gestiegen.
Das Ministerium für Inklusion wies die Einschätzung umgehend zurück und betonte, dass ein fester Stichtag jeglichen „Anreiz“ ausschließe und die Legalisierung der beste Weg sei, Ausbeutung zu bekämpfen. Wirtschaftsverbände beobachten die Entwicklung genau: Die Branchen Gastgewerbe, Landwirtschaft und Pflege – chronisch unterbesetzt mit legalen Arbeitskräften – sehen in dem Programm eine Chance, große Teile ihrer Belegschaft zu formalisieren und Reputationsrisiken durch Schwarzarbeit zu verringern.
Für multinationale Arbeitgeber ist die Botschaft klar: Wer in Spanien entsandte Mitarbeiter mit Aufenthaltsgenehmigungen für abhängige Ehepartner oder anderen prekären Status beschäftigt, findet im Zeitraum von April bis Juni einen schnellen Weg zur legalen Arbeitserlaubnis. Allerdings sollten Personalabteilungen mit Terminengpässen bei den Ausländerbehörden und einer strengeren Prüfung der Echtheit von Dokumenten rechnen.
Quelle: El Confidencial
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