
Brasilien machte am 22. Februar 2026 einen entscheidenden Schritt hin zu einer kohärenteren langfristigen Migrationsstrategie: Das Justiz- und Sicherheitsministerium startete offiziell eine landesweite öffentliche Konsultation zum Entwurf seines ersten Nationalen Plans für Migration, Flüchtlinge und Staatenlosigkeit (PlaNaMIGRA). Die Konsultationsphase läuft bis zum 15. März und lädt Landesregierungen, Kommunen, NGOs, Wissenschaft und Privatwirtschaft ein, über eine Online-Plattform auf der Bundeswebsite „Participação + Social“ Stellungnahmen abzugeben.
PlaNaMIGRA soll das fortschrittliche Migrationsgesetz von 2017 und die darauf aufbauenden humanitären Visaregelungen in einen umsetzbaren Vierjahresplan übersetzen. Der Entwurf definiert 64 Ziele in sieben Handlungsfeldern – von der Vereinfachung der Aufenthaltserlaubnis für Mercosur-Bürger und dem Ausbau portugiesischsprachiger Integrationsprogramme bis hin zur Digitalisierung der Registrierung ausländischer Fachkräfte bei der Bundespolizei. Vorgeschlagen wird auch die Einrichtung eines „One-Stop“-Mobilitätsportals, das Visa-Informationen, Arbeitsmarktinfos und Anerkennung von Qualifikationen in Portugiesisch, Englisch und Spanisch bündelt.
Für Unternehmen mit internationalen Mitarbeitenden ist besonders Ziel 3 von Bedeutung: Bis 2027 soll ein Online-Fallmanagementsystem entstehen, das Konsulate, Arbeitsministerium und Steuerbehörde vernetzt. So könnten Firmen Arbeitserlaubnisanträge zentral einreichen, Statusupdates verfolgen und CPF-Nummern für ausländische Entsandte herunterladen – und das alles über eine einzige Plattform, statt wie bisher per E-Mail und persönlichen Terminen. Die HR-Verbände ABRH und ABGI haben bereits ihre Mitglieder mobilisiert, um detailliertes Feedback zur Nutzerfreundlichkeit zu geben und betonen die Notwendigkeit einer API-Schnittstelle, damit große Arbeitgeber Daten direkt aus internen Relocation-Systemen einspeisen können.
Ein weiterer Schwerpunkt des Plans ist die Zusage, bis Ende 2026 klare Wege zur dauerhaften Niederlassung für Inhaber der Digital-Nomaden-Visa (VITEM XIV) und Start-up-Visa (VITEM IX) zu veröffentlichen – vorausgesetzt, sie erfüllen Einkommens- und Steueranforderungen. Technologiekammern in São Paulo und Florianópolis argumentieren, dass die Umwandlung temporärer Visa in langfristige Aufenthaltsoptionen Brasilien im Wettbewerb mit Chiles Start-up-Visum und Kanadas Global Talent Stream stärken wird.
Nach Abschluss der Konsultation wird eine interministerielle Arbeitsgruppe die Vorschläge auswerten und einen finalen Entwurf dem Nationalen Einwanderungsrat (CNIg) zur Genehmigung vorlegen, die für Juni erwartet wird. Zwar hängt die Umsetzung von Budgetmitteln und IT-Beschaffungen ab, doch Experten sehen in der Veröffentlichung eines konsolidierten Plans einen kulturellen Wandel: weg von krisengetriebenen Maßnahmen wie Notfall-Humanitären Visa hin zu einer proaktiven Migrationspolitik, die mit wirtschaftlichen Entwicklungszielen verknüpft ist.
PlaNaMIGRA soll das fortschrittliche Migrationsgesetz von 2017 und die darauf aufbauenden humanitären Visaregelungen in einen umsetzbaren Vierjahresplan übersetzen. Der Entwurf definiert 64 Ziele in sieben Handlungsfeldern – von der Vereinfachung der Aufenthaltserlaubnis für Mercosur-Bürger und dem Ausbau portugiesischsprachiger Integrationsprogramme bis hin zur Digitalisierung der Registrierung ausländischer Fachkräfte bei der Bundespolizei. Vorgeschlagen wird auch die Einrichtung eines „One-Stop“-Mobilitätsportals, das Visa-Informationen, Arbeitsmarktinfos und Anerkennung von Qualifikationen in Portugiesisch, Englisch und Spanisch bündelt.
Für Unternehmen mit internationalen Mitarbeitenden ist besonders Ziel 3 von Bedeutung: Bis 2027 soll ein Online-Fallmanagementsystem entstehen, das Konsulate, Arbeitsministerium und Steuerbehörde vernetzt. So könnten Firmen Arbeitserlaubnisanträge zentral einreichen, Statusupdates verfolgen und CPF-Nummern für ausländische Entsandte herunterladen – und das alles über eine einzige Plattform, statt wie bisher per E-Mail und persönlichen Terminen. Die HR-Verbände ABRH und ABGI haben bereits ihre Mitglieder mobilisiert, um detailliertes Feedback zur Nutzerfreundlichkeit zu geben und betonen die Notwendigkeit einer API-Schnittstelle, damit große Arbeitgeber Daten direkt aus internen Relocation-Systemen einspeisen können.
Ein weiterer Schwerpunkt des Plans ist die Zusage, bis Ende 2026 klare Wege zur dauerhaften Niederlassung für Inhaber der Digital-Nomaden-Visa (VITEM XIV) und Start-up-Visa (VITEM IX) zu veröffentlichen – vorausgesetzt, sie erfüllen Einkommens- und Steueranforderungen. Technologiekammern in São Paulo und Florianópolis argumentieren, dass die Umwandlung temporärer Visa in langfristige Aufenthaltsoptionen Brasilien im Wettbewerb mit Chiles Start-up-Visum und Kanadas Global Talent Stream stärken wird.
Nach Abschluss der Konsultation wird eine interministerielle Arbeitsgruppe die Vorschläge auswerten und einen finalen Entwurf dem Nationalen Einwanderungsrat (CNIg) zur Genehmigung vorlegen, die für Juni erwartet wird. Zwar hängt die Umsetzung von Budgetmitteln und IT-Beschaffungen ab, doch Experten sehen in der Veröffentlichung eines konsolidierten Plans einen kulturellen Wandel: weg von krisengetriebenen Maßnahmen wie Notfall-Humanitären Visa hin zu einer proaktiven Migrationspolitik, die mit wirtschaftlichen Entwicklungszielen verknüpft ist.
Quelle: UNHCR Brazil – Help Platform
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