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Großbritannien verschärft Dokumentationsvorschriften für Doppelstaatsbürger – Belgische Reisende werden geraten, britische oder irische Pässe mitzuführen

Feb. 25, 2026
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Großbritannien verschärft Dokumentationsvorschriften für Doppelstaatsbürger – Belgische Reisende werden geraten, britische oder irische Pässe mitzuführen
Das britische Innenministerium bestätigte am 24. Februar 2026, dass ab dem 25. Februar doppelte britische Staatsbürger bei der Einreise in das Vereinigte Königreich einen gültigen britischen oder irischen Reisepass – oder ein kostenpflichtiges Berechtigungszertifikat – vorlegen müssen. Diese Änderung ist Teil der schrittweisen Einführung des elektronischen Reisegenehmigungssystems (ETA) für visumfreie Staatsangehörige. Besonders betroffen sind schätzungsweise 32.000 in Belgien ansässige Fachkräfte mit doppelter belgisch-britischer Staatsbürgerschaft. Bisher nutzten viele ihren belgischen Reisepass zusammen mit einer britischen Sozialversicherungsnummer oder einem Wohnsitznachweis für Geschäftsreisen. Nach dem neuen System verweigern die Beförderer das Boarding, wenn die „Reisegenehmigung“ nicht elektronisch mit dem britischen Grenzsystem abgeglichen werden kann. Ein von London angebotener Ausweg – die Anerkennung abgelaufener britischer Reisepässe, die ab 1989 ausgestellt wurden – ist begrenzt und liegt im Ermessen der Fluggesellschaften oder Fährunternehmen. Eurostar informierte belgische Unternehmen, dass Mitarbeiter ohne gültige Dokumente Gefahr laufen, am Bahnhof Brüssel-Midi nicht mitgenommen zu werden, was zu Strafgebühren und verpassten Terminen führt. Die Reisepolitik-Teams belgischer Multis sind daher eilig dabei, betroffene Mitarbeiter zu identifizieren und Budgets für beschleunigte britische Passerneuerungen (190 € für einen 7-Tage-Premiumservice) einzuplanen oder, wo möglich, auf irische Pässe zurückzugreifen, die weiterhin ohne ETA zur Einreise berechtigen. Arbeitgeber aktualisieren zudem Einladungsschreiben, um ETA-Nummern für nicht-britische Drittstaatsangehörige bei UK-Workshops zu vermerken. Migrationsberater warnen, dass ähnliche „Eigenpass“-Vorgaben voraussichtlich mit dem Start des EU-Einreise-/Ausreisesystems und ETIAS im April bzw. November 2026 folgen werden. Die Überprüfung der Passbestände der Mitarbeiter im Hinblick auf die bevorstehenden digitalen Grenzkontrollen auf beiden Seiten des Kanals wird somit zu einer compliance-kritischen Aufgabe.
Quelle: The Brussels Times

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