
Das beliebte Digitalnomaden-Visum Spaniens wurde am 25. Februar 2026 teurer, als das neue Mindestlohngesetz in Kraft trat und die finanzielle Mindestanforderung des Programms automatisch auf 2.849 € pro Monat für Einzelbewerber anhob. Da die Anspruchsberechtigung an 200 Prozent des Salario Mínimo Interprofesional (SMI) gekoppelt ist, wirkte sich die Lohnerhöhung von 3,1 Prozent im Februar direkt auf die Visaberechnung aus. Antragsteller müssen nun ein Jahreseinkommen von etwa 34.200 € nachweisen, gegenüber 33.150 € im Jahr 2025. Für Angehörige kommen 916 € für den ersten und 305 € für jedes weitere Familienmitglied hinzu. Einwanderungsberater warnen, dass allein ein Bankguthaben selten ausreicht; Konsulate verlangen zunehmend Nachweise über ein stabiles Einkommen, das außerhalb Spaniens erzielt wird, sowie eine private Krankenversicherung, die für die gesamte Visumsdauer gültig ist. Für Arbeitgeber, die Spanien als Basis für Remote-Arbeit nutzen, verengt die Erhöhung den Talentpool, insbesondere für Junior-Mitarbeiter und Freelancer, die in schwächeren Währungen bezahlt werden. Einige Unternehmen prüfen Gehaltszuschläge oder Lebenshaltungskostenpauschalen, um Umzugspakete regelkonform zu gestalten. Andere setzen als Alternative für Gutverdiener auf die EU-Blue-Card Spaniens, deren Referenzgehalt im Januar 2026 ebenfalls angepasst wurde. Die Regierung stellt die Anpassung als routinemäßig und nicht als Einschränkung dar. Dennoch warnen Juristen vor verschärfter Kontrolle: Die Unidad de Grandes Empresas (UGE) überprüft nun Sozialversicherungsanmeldungen, um Bewerber zu identifizieren, die keine Lohnabgaben überweisen, und mehrere prominente Ablehnungen wurden bereits in Expat-Foren bekannt. Bewerber, deren Anträge vor dem 25. Februar eingereicht wurden und „vollständig und registrierungsbereit“ sind, behalten die alte Schwelle, während alle danach eingereichten Anträge die neue Einkommensgrenze erfüllen müssen. Mobilitätsteams werden dringend gebeten, offene Fälle zu prüfen und das höhere Einkommensnachweis-Budget einzuplanen, um Ablehnungen oder langwierige Berufungsverfahren zu vermeiden.
Quelle: Savory & Partners Newsroom