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INPS schafft Papierzahlungsbelege ab und digitalisiert Beiträge für Haushaltshilfen vollständig

Feb. 27, 2026
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INPS schafft Papierzahlungsbelege ab und digitalisiert Beiträge für Haushaltshilfen vollständig
Italiens Nationales Sozialversicherungsinstitut (INPS) hat einen weiteren entscheidenden Schritt in der digitalen Modernisierung der öffentlichen Dienstleistungen gemacht: Ab dem ersten Quartal 2026 müssen Arbeitgeber die Sozialversicherungsbeiträge für Haushaltshilfen – darunter Colf, Badanti und Babysitter – ausschließlich über das Online-Portal „Portale dei Pagamenti“ entrichten. Die am 26. Februar 2026 veröffentlichte Ankündigung markiert das Ende des bekannten Papier-Bollettino MAV, das Haushalte jahrzehntelang genutzt haben.

Diese Änderung ist Teil der umfassenderen Regierungsinitiative „Italia Digitale 2026“, die die Nutzung der pagoPA-Plattform für alle öffentlichen Transaktionen vorschreibt. Für Familien, die nicht-europäische Pflegekräfte beschäftigen, berechnet das Portal nun automatisch die fälligen Beträge, weist auf überfällige Quartale hin und stellt einen QR-Code aus, der bequem per Mobile-Banking-App, beim Tabakhändler oder im Supermarkt bezahlt werden kann. Arbeitgeber erhalten zudem eine sofortige Zahlungsbestätigung – ein wichtiger Nachweis bei der Verlängerung von Aufenthaltserlaubnissen für ihre Mitarbeiter.

INPS schafft Papierzahlungsbelege ab und digitalisiert Beiträge für Haushaltshilfen vollständig


Das INPS betont, dass durch die Abschaffung von jährlich 11 Millionen Papierbelegen rund 14 Millionen Euro an Druck- und Versandkosten eingespart werden und die Dunkelziffer durch den Abgleich der Zahlungen mit den Einwanderungskontingenten reduziert wird. Kritiker warnen jedoch, dass ältere Arbeitgeber mit der digitalen Umstellung Schwierigkeiten haben könnten; das INPS verspricht daher spezielle Schalter in den Patronato-Beratungsstellen sowie eine gebührenfreie Hotline für unterstützte Zahlungen.

Für Mobilitäts- und Umzugsteams beseitigt die Reform zudem eine langjährige administrative Hürde: Expatriates, die Haushaltshilfen beschäftigen, benötigen künftig kein italienisches Postkonto oder physische Zahlungsbelege mehr. Zahlungen können bereits vor der Heimreise aus dem Ausland vorgenommen werden, was das Risiko minimiert, dass eine nicht geleistete Beitragzahlung die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis („permesso di soggiorno“) gefährdet.

Die Maßnahme bereitet zudem den Weg für weitere digitale Fortschritte: Ab Juli 2026 plant das INPS eine Pilotphase für die Echtzeit-Lohnabrechnung von Haushaltspersonal, während das Arbeitsministerium automatische Datenübermittlungen an das Innenministerium prüft, damit die Einwanderungsbehörden bei der Ausstellung von Familienzusammenführungs- oder Haushaltshilfe-Visa die Einhaltung der Arbeitgeberpflichten sofort überprüfen können.
Quelle: Corriere della Sera

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