
Das fünfte Internationale Kooperationsforum Schweiz (IC Forum) ging am 27. Februar 2026 in Genf zu Ende, nachdem es rund 1.500 Delegierte aus 120 Ländern begrüßt hatte, berichtete das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Die gemeinsam mit dem Zentrum für die Vierte Industrielle Revolution des Weltwirtschaftsforums organisierte Veranstaltung stand unter dem Motto „Nachhaltige Mobilität und klimafreundliche Infrastruktur“. Für die Schweizer Konsular- und Grenzbehörden war der zweitägige Gipfel ein operativer Belastungstest im Vorfeld des G7-Gipfels im Juni: Mehr als die Hälfte der Teilnehmer benötigte Schengen-Visa, die meisten wurden über Schweizer Botschaften in Afrika und Südostasien im beschleunigten 72-Stunden-Verfahren bearbeitet. Laut EDA wurden 98 Prozent der Anträge genehmigt, was auf einen neuen „Trusted-Partner“-Kanal für NGOs und akademische Institutionen zurückgeführt wird. Der Flughafen Genf richtete eine ad-hoc diplomatische Spur ein, die von mehrsprachigen Freiwilligen betreut wurde, während der Bahnoperator SBB späte Shuttle-Verbindungen nach Lausanne und Bern einsetzte, um die Überlastung der Hotels abzufedern. Im Konferenzzentrum präsentierten Mobilitätsexperten von Hitachi Rail, Stadler und Siemens öffentlich-private Finanzierungsmodelle für grenzüberschreitende Pendlerzüge, die auf den Léman Express übertragbar sind. Die Schweizer Entwicklungsagentur SECO kündigte an, über vier Jahre 120 Millionen CHF in die Erweiterung ihrer „Global Infrastructure Facility“ zu investieren, die Schweizer KMU Exportkredite für grüne Mobilitätsprojekte in Schwellenländern bietet. Warum ist das für Mobilitätsteams in Unternehmen relevant? Erstens unterstreicht das Forum die Rolle der Schweiz als neutraler Gastgeber – ein Status, der regelmäßig kurzfristige VIP-Reisen nach Genf mit sich bringt. Unternehmen sollten Bereitschaftsprotokolle für kurzfristige Visaeinladungen und Hotelkontingente bereithalten. Zweitens deutet das EDA-Pilotprojekt mit digitalen Sammelvisaakten auf zukünftige papierlose Schengen-Verfahren hin; Frühanwender könnten von schnelleren Bearbeitungszeiten profitieren, sobald die vollständig digitale EU-Visa-Plattform 2027 startet. Schließlich wird der Ruf des Forums nach nachhaltigen Geschäftsreisemetriken – im Einklang mit dem neuen ISO-Standard 14083 – in die ab Januar geltenden Schweizer Berichtspflichten für Unternehmen einfließen. Die Veranstalter bestätigten, dass die nächste Ausgabe des Forums nach Basel verlegt wird und sich auf „klimafeste Lieferketten“ konzentrieren wird. Die Delegierten lobten die Schweizer Effizienz, forderten jedoch, die Ankunftsinformationen zu optimieren, sobald das EU-Einreise-/Ausreisesystem am 10. April 2026 verpflichtend wird, und warnten, dass biometrische Kioske jüngste Fortschritte zunichtemachen könnten.
Quelle: FDFA News Portal