
Mehr als 300 Einkäufer für Geschäftsreisen, Führungskräfte von Reisebüros und Spezialisten für HR-Mobilität trafen sich am 26. Februar 2026 im Mama Shelter Hotel in Zürich zum 18. Swiss Travel Management Forum (STMF). Die von der Fachzeitschrift aboutTravel organisierte eintägige Konferenz hat sich als Gradmesser für die sich wandelnden Prioritäten im Bereich Managed Travel im deutschsprachigen Raum etabliert. Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr die bevorstehende vollständige Einführung des EU-Einreise-/Ausreisesystems am 10. April. Vertreter des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) erläuterten den Teilnehmern die erwarteten Auswirkungen auf die Warteschlangen an den Flughäfen Zürich, Genf und Basel und rieten Unternehmen, die biometrischen Daten von Vielreisenden möglichst frühzeitig zu registrieren. Roland Birchmeier, CEO von Kuoni Business Travel, prognostizierte eine „drei Monate andauernde Eingewöhnungsphase“ mit längeren Bearbeitungszeiten und empfahl Unternehmen, Zeitpuffer von 30 Minuten in ihre Reisepläne einzubauen. Parallel dazu wurde ein Schwerpunkt auf die neuen Lieferanten-CO₂-Berichtsstandards gelegt, die im Rahmen des revidierten Schweizer CO₂-Gesetzes in Kraft treten. Der Leiter Travel Management von Swiss Re erläuterte, wie der Rückversicherer seinen Mitarbeitenden ein persönliches „CO₂-Budget“ zuweist, das vierteljährlich neu berechnet wird und die Genehmigung von Langstreckenreisen an die prognostizierten Emissionen koppelt. Start-ups präsentierten KI-Tools, die Bahn- und Flugabschnitte zu nahtlosen Tür-zu-Tür-Reiserouten verbinden und dabei in Echtzeit die emissionsärmsten Optionen hervorheben. Die Delegierten diskutierten zudem, wie Homeoffice-Regelungen mit Schengen-Visabestimmungen und dem Risiko einer Betriebsstättenbegründung zusammenhängen. Steuerberater warnten davor, dass ein Aufenthalt von mehr als 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen in einem EU-Land selbst bei überwiegend virtueller Arbeit eine Steuerpflicht des Unternehmens auslösen kann. Das Forum endete mit der Übereinstimmung, dass 2026 das Jahr sein wird, in dem „Mobilität auf Compliance trifft“: Der Erfolg werde davon abhängen, Einwanderungs-, Steuer- und Nachhaltigkeitsdaten in die Reisegenehmigungsprozesse zu integrieren, anstatt sie als separate Prüfungen zu behandeln.
Quelle: aboutTravel – Event Programme
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Schweiz.Mehr von Schweiz
Alle anzeigen
Swissport eröffnet neue Aspire-Lounge in Verona und setzt damit die Expansion seiner Serviceangebote für Reisende in der Schweiz fort
Genf richtet das 5. Internationale Kooperationsforum aus, während die Schweiz humanitäre Hilfe an Mobilitätszugang knüpft