
In einer am 9. März 2026 veröffentlichten Proklamation – dem Tag der US-Geiseln und Unrechtmäßig Inhaftierten – stellte Präsident Donald J. Trump ein neues, wirkungsvolles Einwanderungsinstrument vor, das darauf abzielt, ausländische Regierungen abzuschrecken, die US-Bürger als Verhandlungsmasse festhalten. Die Proklamation ermächtigt offiziell den Außenminister, jede ausländische Regierung als „Staatlicher Unterstützer unrechtmäßiger Inhaftierung“ zu benennen. Einmal benannt, drohen dem Land verschiedene Sanktionen, darunter Wirtschaftssanktionen, die Aussetzung der meisten Sicherheitszusammenarbeiten und – besonders relevant für die globale Mobilitätsbranche – Visabeschränkungen, die die Einreise von Staatsangehörigen in die USA untersagen. Während Visaverbote seit Jahrzehnten zur Druckausübung auf Menschenrechtsverletzer eingesetzt werden, ist der neue Rahmen enger gefasst und leichter anzuwenden: Er konzentriert sich auf die Geiselnahme selbst und nicht auf das allgemeine Menschenrechtsprofil. Beamte des Außenministeriums kündigen an, dass nach der ersten Benennung Irans in den kommenden Wochen weitere Länder folgen werden. Für multinationale Unternehmen wirft diese Änderung sofortige Compliance-Fragen auf. Eine solche Benennung macht bestehende B-1/B-2 Besuchervisa automatisch ungültig und verhindert die Ausstellung von H-1B-, L-1-, F-1- und anderen Visa, sofern der Außenminister keine Ausnahme aus nationalem Interesse gewährt. Mobility-Manager mit Mitarbeitern aus Risikoländern sollten umgehend Notfallpläne für abgesagte Reisen, feststeckende Mitarbeiter und die Beantragung von Ausnahmen oder Drittlandverfahren erstellen. Experten für Reiserisiken weisen zudem darauf hin, dass die Proklamation eine breitere Bereitschaft signalisiert, die Visapolitik als Druckmittel einzusetzen. Ähnliche gezielte Verbote – wie die Korruptionssanktionen nach Abschnitt 7031(c) – haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Unternehmen, die in Hochrisikoregionen tätig sind, sollten schnelle Reaktionsstrategien entwickeln, umfassende Passdaten ihrer mobilen Belegschaft pflegen und die Führungsebene über die Wahrscheinlichkeit plötzlicher Reiseeinschränkungen informieren.
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