Großbritannien verkürzt die Karenzzeit für Asylbewerber nach Ablehnung auf 42 Tage – Befürchtungen vor steigender Obdachlosigkeit
Parlamentarische Anhörung kündigt umfassende Einwanderungsreformen im Vereinigten Königreich vor der Debatte am 17. März an
Das Innenministerium stellt die saisonale Visumsregelung für australische und neuseeländische Schafscherer wieder her
Neueste Nachrichten
Familie eines krebskranken Kindes, das die Krankheit überlebt hat, befürchtet nach Überarbeitung der Visaregeln eine Verdopplung der Entschädigungsforderungen
Eine Untersuchung des Guardian zeigt auf, wie die Verdopplung der Aufenthaltsdauer für den Anspruch auf Niederlassungserlaubnis auf zehn Jahre Familien – wie etwa den Betreuern eines krebskranken Kindes – dazu zwingt, mehrfach Visa zu verlängern und das Risiko einzugehen, die Voraussetzungen für eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis nicht zu erfüllen. Die Berichterstattung verdeutlicht die erheblichen finanziellen und gesundheitlichen Folgen der Reformen zur unbefristeten Niederlassungserlaubnis (ILR) ab April 2026 für gesponserte Arbeitnehmer.
UKCISA warnt Studierende vor neuem „Visumsstopp“ und führt Lösung zur Wiederverwendung von Identitäten bei Einwanderungsanträgen ein
Das Update der UKCISA vom 11. März bestätigt, dass das Innenministerium ab dem 26. März ein „Visum-Stopp“ für neue Studenten- und einige Facharbeiter-Visa für Staatsangehörige aus vier Hochrisikoländern einführt. Zudem wird eine neue Identitäts-Wiederverwendungsfunktion vorgestellt, die wiederholten Antragstellern zusätzliche biometrische Termine erspart. Universitäten und Arbeitgeber müssen ihre Zulassungs- und Einstellungsverfahren entsprechend anpassen.
Abgeordnete untersuchen Durchsetzung des Common Travel Area, während grenzüberschreitende Polizeiarbeit nach dem Brexit auf dem Prüfstand steht
Bei einer Anhörung am 11. März befragten Abgeordnete Vertreter des Innenministeriums und der National Crime Agency (NCA) zur Effektivität der grenzüberschreitenden Polizeiarbeit und Einwanderungskontrollen im gemeinsamen Reisegebiet zwischen Großbritannien und Irland. Die Sitzung machte mögliche Konfliktpunkte deutlich, die mit dem Start des EU-Ein- und Ausreisesystems entstehen könnten, und betonte, wie der digitale Einwanderungsstatus künftig die Reisen zwischen Nordirland, der Republik Irland und Großbritannien maßgeblich steuern wird.
Mahmood präsentiert umfassendste Reform der britischen Einwanderungspolitik seit Jahrzehnten
Der Innenminister hat ein umfassendes Reformpaket angekündigt, das Folgendes umfasst: 1) die Aktivierung einer Notfall-„Visa-Bremse“ für vier Hochrisiko-Nationalitäten; 2) die Verdopplung der regulären Aufenthaltsdauer bis zur Niederlassungserlaubnis von fünf auf zehn Jahre; und 3) die Verkürzung des anfänglichen Flüchtlingsschutzes auf 30 Monate mit Anreizen zur freiwilligen Rückkehr. Unternehmen, Universitäten und Migranten sehen sich neuen Anforderungen und Risiken bei der Personalplanung gegenüber, während hochqualifizierte Fachkräfte und NHS-Mitarbeiter weiterhin bevorzugt behandelt werden.
Regierung startet Konsultation zu digitalem Ausweis, der eVisa und Arbeitsberechtigungsprüfungen integriert
Eine achtwöchige Konsultation, die am 10. März gestartet wurde, lädt die Öffentlichkeit dazu ein, eine neue digitale Identitäts-App mitzugestalten. Diese App soll mit den eVisa-Daten des Innenministeriums verknüpft werden und als anerkannte Nachweismethode für das Recht auf Arbeit dienen. Dieser Schritt beschleunigt den Übergang Großbritanniens zu einem vollständig digitalen Einwanderungsstatus und verspricht schlankere Einstellungsprozesse für Arbeitgeber.
Englisch-Sprachanforderung für UK-Ansiedlung ab 2027 auf CEFR B2 angehoben
Eine Änderung der Home Office-Regelung, die letzte Woche veröffentlicht und am 10. März analysiert wurde, bestätigt, dass ab dem 26. März 2027 die meisten Migranten, die eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis beantragen, das Sprachniveau CEFR B2 statt B1 nachweisen müssen. Eine frühzeitige Planung ist für Arbeitnehmer und Angehörige, deren aktuelle Visa vor dem 8. Januar 2026 erteilt wurden, unerlässlich.
Luftraumkrise im Nahen Osten führt zu 42 Flugausfällen und 146 Verspätungen in Großbritannien an nur einem Tag
Die Schließung des Luftraums im Nahen Osten führte am 10. März zu über 40 Flugausfällen und fast 150 Verspätungen an britischen Flughäfen. Die ausgesetzten Routen in den Golfstaaten beeinträchtigen die Anbindung für Geschäftsreisende erheblich. Eine finanzielle Entschädigung ist zwar unwahrscheinlich, doch Unternehmen müssen alternative Flugverbindungen organisieren und sich um ihre betroffenen Mitarbeiter kümmern.
„Home Office Digital“ Rebranding hebt sieben Millionen eVisa-Nutzer und 45-Sekunden-ETA-Entscheidungen hervor
Das Innenministerium hat seine Techniksparte in „Home Office Digital“ umbenannt und damit Meilensteine wie sieben Millionen eVisa-Konten und eine Bearbeitungszeit für ETA-Anträge von unter einer Minute hervorgehoben. Dieser Schritt markiert eine Beschleunigung hin zu vollständig digitalen Ausweisdokumenten und einer engeren API-Integration – Entwicklungen, die sich direkt auf die Einhaltung von Unternehmensvorschriften und das Reiseerlebnis auswirken werden.
Einjährige Visumsverlängerung für australische und neuseeländische Schafscherer gewährt
Nach Lobbyarbeit der Branche hat das Innenministerium eine letzte einjährige Verlängerung des speziellen Visaprogramms für 75 australische und neuseeländische Schafscherer genehmigt. Diese gilt für die Frühjahrsaison 2026, mit dem Hinweis, dass darüber hinaus keine weitere Verlängerung über Juni 2026 hinaus erwartet wird.