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Das Innenministerium stellt die saisonale Visumsregelung für australische und neuseeländische Schafscherer wieder her

März 12, 2026
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Das Innenministerium stellt die saisonale Visumsregelung für australische und neuseeländische Schafscherer wieder her
Nach intensivem Lobbying von Landwirtschaftsverbänden hat die britische Regierung ihre frühere Entscheidung rückgängig gemacht, die langjährige saisonale Ausnahmeregelung für erfahrene Schafscherer aus Australien und Neuseeland abzuschaffen. Diese Regelung erlaubt es ihnen, jeden Frühling bis zu drei Monate in Großbritannien zu arbeiten. Migrations- und Staatsbürgerschaftsminister Mike Tapp bestätigte die Kehrtwende in einem Schreiben an Abgeordnete vom 9. März; die Branchenpublikation Sheep Central berichtete am 11. März darüber.

Die seit 2011 bestehende Ausnahmeregelung ermöglicht es Personen ohne Visum, unter der sogenannten „leave outside the rules“ einzureisen, sofern sie einen Vertrag mit einem britischen Landwirt oder Schererunternehmen vorweisen können. Im vergangenen Jahr nutzten etwa 75 Scherer diese Möglichkeit, um die arbeitsintensive Zeit von April bis Juni abzudecken, in der es im Inland chronisch an Arbeitskräften mangelt.

Das Innenministerium hatte im Januar signalisiert, das Programm im Rahmen umfassender Maßnahmen zur Begrenzung der temporären Arbeitsmigration einstellen zu wollen. Die Wollbranche warnte jedoch, dass ohne erfahrene Scherer erhebliche Risiken für das Tierwohl und steigende Kosten in der Lieferkette drohen würden.

Das Innenministerium stellt die saisonale Visumsregelung für australische und neuseeländische Schafscherer wieder her


Die vorübergehende Genehmigung nach Anhang 3 des Equality Act 2010 wurde nun bis zum 1. Oktober 2026 verlängert, um Zeit für eine langfristige Überprüfung zu gewinnen. Scherer dürfen weiterhin nur eine dreimonatige Aufenthaltsdauer pro Saison nutzen und müssen bei der Einreise ihren Arbeitsvertrag vorlegen.

Für globale Mobilitätsteams in der Agrarbranche bedeutet die Verlängerung, dass die Personalplanung für 2026 fortgesetzt werden kann. Sponsoren sollten jedoch beachten, dass die Ausnahmeregelung nur für Personen ohne Visum gilt – in der Regel Australier und Neuseeländer mit elektronischem Reisepass. Arbeitgeber müssen weiterhin die Mindestlohnvorschriften einhalten und Aufzeichnungen für mögliche Kontrollen durch die Grenzpolizei führen.

Der Fall zeigt, dass die Regierung bereit ist, „maßgeschneiderte Bremsen“ einzusetzen, um auf branchenspezifische Arbeitskräftemangel zu reagieren, ohne ihr übergeordnetes Ziel einer Reduzierung der Nettozuwanderung aufzugeben. Ähnliche Ausnahmen für Erntehelfer und spezialisierte Baugewerke könnten künftig stärker geprüft werden, da Minister zwischen politischem Druck und wirtschaftlichen Bedürfnissen abwägen müssen.
Quelle: Sheep Central

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