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Polen verlängert vorübergehende Grenzkontrollen zu Deutschland und Litauen bis zum 1. Oktober 2026

März 31, 2026
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Polen verlängert vorübergehende Grenzkontrollen zu Deutschland und Litauen bis zum 1. Oktober 2026
Das polnische Innenministerium hat bestätigt, dass die im Juli letzten Jahres wiedereingeführten temporären Kontrollen an den Landgrenzen zu Deutschland und Litauen um weitere sechs Monate verlängert werden und nun bis zum 1. Oktober 2026 gelten. Die am 30. März veröffentlichte Entscheidung bedeutet, dass Reisende an 52 Straßen-, Bahn- und Flussübergängen an der deutschen Grenze sowie an 13 Kontrollpunkten auf litauischer Seite weiterhin mit Stichprobenkontrollen und der Vorlage von Ausweisdokumenten oder Fahrzeugpapieren rechnen müssen.

Behörden begründen die Verlängerung mit der Notwendigkeit, „illegale Migration zu bekämpfen und die innere Sicherheit zu gewährleisten“, da irreguläre Bewegungen weiterhin über Belarus und die Ostsee-Route nach Westeuropa gelenkt werden. Obwohl die Kontrollen selektiv sind, warnen Speditionsverbände, dass sich an stark frequentierten Tagen die Lkw-Schlangen an den Grenzübergängen Swiecko und Kolbaskowo bereits auf über eine Stunde ausdehnen, was die Just-in-Time-Lieferkosten für Automobil- und Einzelhandelslieferketten, die auf reibungslose Ost-West-Flüsse im EU-Binnenmarkt angewiesen sind, erhöht.

Polen verlängert vorübergehende Grenzkontrollen zu Deutschland und Litauen bis zum 1. Oktober 2026


Logistikmanager sollten daher zusätzliche Pufferzeiten einplanen, insbesondere für wertvolle oder verderbliche Waren, und alternative Bahnverbindungen über Tschechien oder die Slowakei prüfen. Geschäftsreisende werden zudem gelegentliche Passkontrollen in Intercity-Zügen zwischen Warschau und Berlin sowie stichprobenartige Kontrollen in Fernbussen bemerken.

Obwohl die Schengen-Freizügigkeitsregeln temporäre Kontrollen bei „ernsten Bedrohungen“ erlauben, sollten Unternehmen mit mobilen Mitarbeitern ihre Angestellten darauf hinweisen, dass Personalausweis oder Reisepass auch bei inner-schengenischen Reisen wieder zwingend erforderlich sind. Für multinationale Arbeitgeber stellt sich die größere Frage, ob die wiederholten sechsmonatigen Verlängerungen nicht zu einer quasi dauerhaften Maßnahme werden. EU-Statistiken zeigen, dass inzwischen mindestens acht Schengen-Staaten interne Kontrollen in irgendeiner Form aufrechterhalten, was auf eine grundsätzliche Abkehr vom Normzustand vor 2020 hindeutet. Mobilitätsteams sollten die Diskussionen des EU-Rats zur Schengen-Reform genau verfolgen, da zukünftige Regelungen die Bedingungen oder erforderlichen Dokumente für grenzüberschreitende Einsätze verschärfen könnten.
Quelle: Kazinform (citing Anadolu Agency)

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