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Provinzen erhalten volle Befugnis zur Bewertung der Absicht des Wohnsitzes und der wirtschaftlichen Niederlassung im Rahmen des PNP

Apr. 2, 2026
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Provinzen erhalten volle Befugnis zur Bewertung der Absicht des Wohnsitzes und der wirtschaftlichen Niederlassung im Rahmen des PNP
Eine ab dem 30. März 2026 wirksame regulatorische Änderung überträgt den kanadischen Provinzen und Territorien die ausschließliche Zuständigkeit für die Festlegung von zwei zentralen Zulassungskriterien – Absicht des Wohnsitzes und wirtschaftliche Integrationsfähigkeit – für alle Bewerber im Provincial Nominee Program (PNP). Die am 1. April 2026 angekündigte Änderung beseitigt doppelte Prüfungen, die zuvor von Immigration, Refugees and Citizenship Canada (IRCC) durchgeführt wurden. Praktisch bedeutet dies, dass IRCC nach Ausstellung eines Nominierungszertifikats durch eine Provinz den Antrag nicht mehr mit der Begründung ablehnen kann, der Kandidat habe keine echte Absicht, sich dort niederzulassen, oder könne sich wirtschaftlich nicht integrieren. Die Bundesbehörde konzentriert sich künftig auf Identitätsprüfung, Sicherheitsüberprüfung, medizinische und finanzielle Zulässigkeit sowie die Gültigkeit des Zertifikats selbst. Die Reform zielt darauf ab, die Bearbeitungszeiten für dauerhafte Aufenthaltsgenehmigungen (PR) zu verkürzen, Rückstände abzubauen und den Provinzen mehr Spielraum zu geben, die Auswahl an den regionalen Arbeitsmarkt anzupassen. Nach vorläufigen Schätzungen des Council of the Federation könnten die Bearbeitungszeiten für PNP-Anträge um zwei bis vier Monate sinken, sobald Altfälle auf das neue Ein-Bewertungs-Modell umgestellt sind. Für Arbeitgeber, die provinsspezifische Talentpools betreiben – insbesondere in den Atlantik- und Prärieprovinzen – schafft die Änderung mehr Sicherheit, dass ein Nominierter die PR erhält, sofern er bundesrechtlich zulässig bleibt. Global-Mobility-Teams sollten jedoch mit einer strengeren vorab stattfindenden Prüfung durch die Provinzen rechnen. Nachweise wie lokale Arbeitsangebote, regionale Berufserfahrung oder familiäre Bindungen könnten vor der Nominierung genauer geprüft werden. Einwanderungsberater weisen darauf hin, dass die Verantwortung nun bei den Bewerbern liegt, umfassende Ansiedlungspläne bereits auf Provinzebene vorzulegen. Unternehmen müssen möglicherweise detaillierte Onboarding-Schreiben und Unterstützung bei der Integration in die Gemeinschaft bereitstellen, um den neuen provinziellen Vorgaben zu entsprechen. Während die Rolle der Bundesregierung sich verkleinert, könnten die Provinzen eigene Integritätsprüfungen einführen, um sogenanntes „Nomination Shopping“ zu verhindern, was die Compliance-Anforderungen für Arbeitgeber erhöhen könnte.
Quelle: Y-Axis News

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