
Als Reaktion auf die sich häufenden Luftraumsperrungen in Westasien hat Air India zusammen mit ihrer Billigtochter Air India Express am 31. März 2026 einen Notfallflugplan mit 36 Flügen aufgelegt, darunter 20 Ad-hoc-Verbindungen, die mehrere indische Städte mit Dubai, Abu Dhabi und Sharjah verbinden. Die Tata-eigenen Fluggesellschaften erhielten von den Behörden der VAE noch am selben Tag Slot-Zulassungen, was die inzwischen übliche enge Koordination aufzeigt, da regionale Konflikte die Kapazitäten einschränken. Betriebsdaten der Airline zeigen ein Flickenteppich-Netzwerk: Während Dubai und Abu Dhabi nur mit nicht planmäßigen Flügen bedient wurden, blieben Muscat und Riad im regulären Fahrplan, und Verbindungen nach Bahrain, Katar und Israel sind weiterhin ausgesetzt. Langstreckenflüge nach Europa, Nordamerika und Australien sind laut Airline nicht betroffen; strategische Hauptstrecken bleiben intakt. Zum Schutz der Passagiere verzichtet Air India auf Umbuchungsgebühren und bietet volle Rückerstattungen für gestrichene Strecken an. Reisende mit Air India Express können zudem kostenlos auf jeden anderen Flug der Airline in den VAE umbuchen – ein wichtiger Vorteil für Gastarbeiter, deren Visa strikte Rückkehrtermine vorsehen. Ein KI-gestützter WhatsApp-Bot namens „Tia“ bearbeitet in Echtzeit Umbuchungsanfragen – ein Novum in der indischen Luftfahrt. Für Unternehmen mit laufenden Einsätzen im Golf wird empfohlen, Reisepläne mit Pufferzeiten zu versehen. Reiseleiter sollten am Abflugtag Slot-Bestätigungen prüfen und Hotels in sekundären Drehkreuzen wie Muscat vorbuchen, um bei Umleitungen vorbereitet zu sein. Firmen mit großen Expat-Gemeinschaften in den VAE raten ihren Mitarbeitern, sich im digitalen Wächtersystem der indischen Botschaft zu registrieren, um Push-Benachrichtigungen zu erhalten. Die schnelle Kapazitätserweiterung der Air India-Gruppe zeigt, wie die indische Fluggesellschaft von einem starren Fahrplan zu einer flexiblen, kriegsähnlichen Einsatzbereitschaft übergeht – ganz im Sinne der staatlichen „Vande Bharat“-Notfallplanung, die erstmals während der Pandemie entwickelt wurde. Ob dieses Modell finanziell tragfähig ist, falls die Störungen länger andauern, bleibt abzuwarten. Für den Moment sichert es jedoch eine lebenswichtige Mobilitätsverbindung zwischen Indien und seinem größten Expat-Markt.
Quelle: Travel and Tour World