
Der militärische Konflikt im Iran wirkt sich zunehmend auf Flugpläne im Vereinigten Königreich aus. In einem Interview mit ITV News am 2. April erklärte Ryanair-Chef Michael O’Leary, dass der Billigflieger diesen Sommer bis zu 10 % seiner Flüge streichen könnte, falls die Kerosinpreise weiterhin über 100 Dollar bleiben. Separat hat der Betreiber Skybus auf den Scilly-Inseln seine Strecke Cornwall–Gatwick mit sofortiger Wirkung eingestellt und nennt als Gründe „beispiellose Treibstoffkosten und zusammenbrechende Nachfrage“. Während British Airways gegenüber ITV angab, derzeit keine Versorgungsengpässe zu sehen, hat die Regionalfluggesellschaft Aurigny bereits die Frequenzen auf der Strecke London–Guernsey reduziert und eine Treibstoffzuschlag von 2 Pfund eingeführt. Experten weisen darauf hin, dass Treibstoff normalerweise etwa 30 % der Betriebskosten einer Airline ausmacht; der Iran-Krieg hat diesen Anteil auf rund 38 % steigen lassen, was die ohnehin knappen Margen auf Kurzstrecken stark belastet. Für Unternehmen liegt das Risiko weniger in den Ticketpreisen – die oft Monate im Voraus abgesichert sind – als vielmehr in der Zuverlässigkeit des Streckennetzes. Kunden mit festen Projektstartterminen oder Gruppenreisen sollten Pufferzeiten in ihre Reisepläne einbauen und flexible oder vollständig erstattungsfähige Tarife in Betracht ziehen. Reiseverantwortliche werden zudem geraten, Vertragsklauseln zu Störungen genau zu prüfen; einige Airlines führen „extreme Treibstoffpreisschwankungen“ inzwischen neben höherer Gewalt als mögliche Gründe für Flugausfälle auf. Kleinere britische Flughäfen, die ihre Anbindung sichern wollen, könnten Gebühren erlassen, um Fluggesellschaften zu halten, doch mögliche Streckenänderungen zwingen Reisende womöglich zu alternativen Drehkreuzen und erhöhen die Kosten für Bodentransfers. Mobilitätsteams sollten daher ihre Tür-zu-Tür-Reisevorlagen aktualisieren und umziehende Mitarbeiter über alternative Routen informieren, falls Hauptflüge kurzfristig gestrichen werden.
Quelle: ITV News
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