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Arbeitsminister streben Kompromiss für 10-Jahres-Siedlungsplan an

Apr. 7, 2026
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Arbeitsminister streben Kompromiss für 10-Jahres-Siedlungsplan an
Interner Widerstand in der regierenden Labour-Partei hat Innenministerin Shabana Mahmood dazu gezwungen, ihren Vorstoß zur Verdopplung der Mindestaufenthaltsdauer für die unbefristete Niederlassungserlaubnis (Indefinite Leave to Remain, ILR) von fünf auf zehn Jahre zurückzunehmen. Laut einem Bericht des Guardian, der über Nacht veröffentlicht wurde, arbeitet eine Gruppe von Ministern nun mit Abgeordneten aus der Hinterbank an einem Paket von Ausnahmen, um eine offene Rebellion im Unterhaus zu verhindern. Der ursprüngliche Plan – im November vorgestellt und am 5. März offiziell zur öffentlichen Konsultation gestellt – hätte den Weg zur Niederlassung für fast alle Kategorien von Arbeits- und Familienmigration verlängert. Wirtschaftsverbände, Universitäten und Arbeitgeber im Gesundheitswesen warnten sofort, dass die Änderung die Attraktivität des Vereinigten Königreichs für global mobile Talente untergraben und Probleme bei der Bindung von bereits aus dem Ausland rekrutiertem Personal schaffen würde. Kritiker aus der Hinterbank fordern, dass die neuen Regeln nur für **neu** ankommende Migranten nach Inkrafttreten der Reform gelten sollen. Zudem drängen sie auf dauerhafte Ausnahmen für Migranten in Mangelberufen – darunter Pflegekräfte und viele NHS-Mitarbeiter – mit der Begründung, dass rückwirkende Änderungen unfair und rechtlich angreifbar seien. Beamte des Innenministeriums haben angedeutet, dass Zugeständnisse möglich sind, betonen jedoch, dass die Regierung nach mehreren Jahren mit Rekordzahlen bei der Nettozuwanderung das Vertrauen der Öffentlichkeit „verdienen“ müsse. Sollte ein Kompromiss erzielt werden, könnten Arbeitgeber die Kosten für tausende wiederholte Visaverlängerungen von Mitarbeitern sparen, die zuvor auf einem fünfjährigen Weg zur Niederlassung waren. Migrationsberater empfehlen Unternehmen dennoch, ihre gesponserten Arbeitskräfte jetzt zu überprüfen und alle ILR-Anträge, die die fünf Jahre erreichen, vor Inkrafttreten der neuen Regeln einzureichen. Personalabteilungen sollten außerdem mit höheren staatlichen Gebühren und zusätzlichen fünf Jahren Immigration Health Surcharge rechnen, falls sich die Niederlassung verzögert. Die Episode verdeutlicht, wie politisch sensibel das Thema Einwanderung im Vorfeld der Parlamentswahl 2027 geworden ist. Während Labour hofft, mit einem härteren Kurs Angriffe von rechts zu neutralisieren, muss die Partei auch progressive Abgeordnete in städtischen Wahlkreisen besänftigen, die befürchten, pro-migrantische Wähler an die Grünen und Liberaldemokraten zu verlieren.
Quelle: The Guardian

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