
In einer kurzfristigen Entscheidung hat das französische Innenministerium die vollständigen biometrischen Kontrollen des Ein- und Ausreisesystems (EES) an den gemeinsamen Grenzstellen zwischen Großbritannien und Frankreich – darunter der Eurostar-Terminal in St Pancras sowie die Häfen von Dover und Calais – verschoben. Das automatisierte System sollte ursprünglich am 10. April in Betrieb gehen, wurde jedoch „für mehrere Wochen ausgesetzt“, da die Software-Integrationstests gescheitert sind und der Platz für die Kontrollkabinen noch nicht ausreicht. Bis zur Wiederaufnahme der Einführung erhalten britische Reisende weiterhin manuelle Passstempel, und der 90/180-Tage-Schengen-Zähler muss manuell geführt werden. Für Arbeitgeber, die häufig Personal über den Ärmelkanal rotieren, beseitigt die Verzögerung das unmittelbare Risiko plötzlicher automatischer Überziehungswarnungen – verlängert aber zugleich die Abhängigkeit von fehleranfälligen Papierstempeln. Eurostar begrüßte die Entscheidung und erklärte, dass so potenzielle Bearbeitungszeiten von 15 Minuten pro Passagier vermieden werden, die die Abfahrten zu Stoßzeiten lahmgelegt hätten. Auch Logistikunternehmen, die Techniker im Rahmen des UK-EU-Handels- und Kooperationsabkommens entsenden, gewinnen Zeit, um ihre Mitarbeiter auf die biometrischen Verfahren vorzubereiten, sobald ein neuer Starttermin feststeht. Teams für globale Mobilität sollten: (1) manuelle Tageszähl-Tabellen aktuell halten, (2) Reisende daran erinnern, auf Ein- und Ausreisestempel zu bestehen, und (3) längere Aufenthaltszeiten im Kanaltunnel einplanen, wenn das EES schließlich startet.
Quelle: Jobbatical Blog