
Zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen legten die Fahrer der Londoner U-Bahn am 23. April um 12 Uhr die Arbeit nieder, was zu einem 24-stündigen landesweiten Stillstand des Netzes führte. Diese Störung wird voraussichtlich bis spät in den Freitag hinein Auswirkungen auf die Reisekosten von Unternehmen und die Anbindung an Flughäfen haben. Transport for London warnte die Fahrgäste, ihre Fahrten bis 20:00 Uhr abzuschließen, und prognostizierte „erhebliche Überfüllung“ bei den wenigen verbleibenden Verbindungen. Die Piccadilly-Linie – die einzige U-Bahn-Verbindung zu den Terminals 2–5 des Flughafens Heathrow – ist zwischen dem Stadtzentrum und Acton Town eingestellt, was ankommende Reisende auf Taxis und Bahnverbindungen wie den Heathrow Express und die Elizabeth Line ausweichen lässt. Der Gatwick Express meldete einen normalen Betrieb, riet jedoch zu größeren Zeitpuffern beim Check-in. Veranstalter berichten, dass die Zahl der Nichterscheinungen während des ersten Streiktags am Dienstag stark angestiegen ist, wobei Konferenzzentren in der City einen Rückgang der Teilnehmerzahlen um 30–40 Prozent verzeichnen. Einzelhandels- und Gastronomiegruppen rund um Oxford Circus und Canary Wharf teilten ITV News mit, dass der Umsatz um bis zu die Hälfte eingebrochen sei, da die Pendlerfrequenz stark zurückgegangen ist. Die Mitglieder der Gewerkschaft RMT protestieren gegen vorgeschlagene Änderungen der Schichtpläne und Vier-Tage-Dienstpläne. Sollte keine Einigung erzielt werden, sind für Mai und Juni vier weitere 24-Stunden-Streiks geplant – Termine, die Mobilitätsteams unbedingt in ihre Risiko-Kalender aufnehmen sollten. Praktische Tipps: Fahrgemeinschaften oder vorab gebuchte Minicabs für Fahrten zum Flughafen organisieren; Anreisen per Bahn über Paddington (Elizabeth Line) oder King’s Cross für den Eurostar empfehlen; und Reisende daran erinnern, dass kontaktlose Busse zwar fahren, aber stark überfüllt sind. Arbeitgeber sollten ihre Fürsorgepflichten überprüfen, da späte Rückkehrzeiten der Mitarbeiter während der Störung die Arbeitszeitgrenzen überschreiten könnten.
Quelle: ITV News London
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