
Weniger als zwei Wochen nach dem vollständigen Start des Ein- und Ausreisesystems (EES) der Europäischen Union erleben britische Reisende die Kinderkrankheiten hautnah. Am 21. April 2026 verpassten Dutzende Ryanair-Passagiere am Flughafen Mailand Bergamo sowie easyJet-Kunden am Flughafen Mailand Linate Flüge nach Manchester, nachdem sie bis zu drei Stunden an der Passkontrolle anstanden. Ähnliche Berichte gibt es aus Paris-Orly, Madrid und den Kanarischen Inseln.
Das EES erfasst Fingerabdrücke und Gesichtsaufnahmen von Nicht-EU-Bürgern – seit dem Brexit auch von britischen Staatsangehörigen – und speichert ihre Grenzübertritte in einer zentralen Datenbank. Die Theorie dahinter: mehr Sicherheit und automatische Warnungen bei Überziehungen der Aufenthaltsdauer. In der Praxis beklagen Airlines jedoch, dass bei Ausreisemeldungen oft die Hälfte der Passagiere fehlt. So bestätigte easyJet, dass am 16. April nur 34 von 156 Ticketinhabern den Flug 5420 bestiegen. Ryanair bietet eine „Verspätungs-Entschädigung“ von 100 Pfund an, doch Passagiere sehen darin eine doppelte Strafe für eine von der Regierung verursachte Verzögerung.
Flughäfen führen die Probleme auf ungewohnte Terminals, Personalmangel und Familien zurück, die unter Zeitdruck mehrere Kinder registrieren müssen. Reiseveranstalter warnen, dass Geschäftsreisen nun ein höheres Risiko für Anschlussprobleme, Nichterscheinen in Hotels und Verletzungen der Fürsorgepflicht bergen. British Airways hat seine Webseite bereits aktualisiert und empfiehlt Kunden, „mindestens drei Stunden“ vor Abflug in den Schengen-Raum anzureisen.
Innerhalb der EU mehren sich die Spannungen. Griechenland kündigte am 21. April an, britische Passinhaber an vielen Urlaubsflughäfen „mit leichterem Verfahren“ passieren zu lassen, um den Durchsatz in der Hochsaison zu sichern. Dieser Schritt erhöht den Druck auf Spanien, insbesondere die Kanarischen Inseln, nachzuziehen, um keine britischen Buchungen zu verlieren. Die Europäische Kommission betont, dass die Mitgliedstaaten gemeinsame Regeln einhalten müssen, deutet aber vorübergehende Ausnahmen „bei operativem Bedarf“ an.
Praktischer Rat für in Großbritannien ansässige Mobilitätsmanager: längere Umsteigezeiten einplanen (mindestens 150 Minuten), Reisende auf die mögliche Erfassung biometrischer Daten bei der ersten Einreise hinweisen und Belege aufbewahren, falls Airlines sich weigern, Kosten zu erstatten. Für den Moment ist mit weiteren Störungen zu rechnen, bis Grenzbeamte und Passagiere den Umgang mit dem System verinnerlicht haben – oder Brüssel den Zeitplan für die Einführung anpasst.
Das EES erfasst Fingerabdrücke und Gesichtsaufnahmen von Nicht-EU-Bürgern – seit dem Brexit auch von britischen Staatsangehörigen – und speichert ihre Grenzübertritte in einer zentralen Datenbank. Die Theorie dahinter: mehr Sicherheit und automatische Warnungen bei Überziehungen der Aufenthaltsdauer. In der Praxis beklagen Airlines jedoch, dass bei Ausreisemeldungen oft die Hälfte der Passagiere fehlt. So bestätigte easyJet, dass am 16. April nur 34 von 156 Ticketinhabern den Flug 5420 bestiegen. Ryanair bietet eine „Verspätungs-Entschädigung“ von 100 Pfund an, doch Passagiere sehen darin eine doppelte Strafe für eine von der Regierung verursachte Verzögerung.
Flughäfen führen die Probleme auf ungewohnte Terminals, Personalmangel und Familien zurück, die unter Zeitdruck mehrere Kinder registrieren müssen. Reiseveranstalter warnen, dass Geschäftsreisen nun ein höheres Risiko für Anschlussprobleme, Nichterscheinen in Hotels und Verletzungen der Fürsorgepflicht bergen. British Airways hat seine Webseite bereits aktualisiert und empfiehlt Kunden, „mindestens drei Stunden“ vor Abflug in den Schengen-Raum anzureisen.
Innerhalb der EU mehren sich die Spannungen. Griechenland kündigte am 21. April an, britische Passinhaber an vielen Urlaubsflughäfen „mit leichterem Verfahren“ passieren zu lassen, um den Durchsatz in der Hochsaison zu sichern. Dieser Schritt erhöht den Druck auf Spanien, insbesondere die Kanarischen Inseln, nachzuziehen, um keine britischen Buchungen zu verlieren. Die Europäische Kommission betont, dass die Mitgliedstaaten gemeinsame Regeln einhalten müssen, deutet aber vorübergehende Ausnahmen „bei operativem Bedarf“ an.
Praktischer Rat für in Großbritannien ansässige Mobilitätsmanager: längere Umsteigezeiten einplanen (mindestens 150 Minuten), Reisende auf die mögliche Erfassung biometrischer Daten bei der ersten Einreise hinweisen und Belege aufbewahren, falls Airlines sich weigern, Kosten zu erstatten. Für den Moment ist mit weiteren Störungen zu rechnen, bis Grenzbeamte und Passagiere den Umgang mit dem System verinnerlicht haben – oder Brüssel den Zeitplan für die Einführung anpasst.
Quelle: British Brief
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