
Pendler und internationale Reisende sahen sich heute Morgen (21. April) mit erheblichen Störungen konfrontiert, als Fahrer der Gewerkschaft RMT zu einem 24-stündigen Streik im gesamten Londoner U-Bahn-Netz aufriefen. Transport for London (TfL) warnte, dass **auf den Piccadilly- und Circle-Linien keine Züge fahren werden**, während die Central- und Metropolitan-Linien zwischen wichtigen Umsteigestationen teilweise eingestellt sind. Ein zweiter 24-Stunden-Streik ist für Donnerstag, den 23. April, ab Mittag geplant. Für globale Mobilitätsmanager könnte der Zeitpunkt kaum ungünstiger sein. Die Piccadilly-Linie ist die einzige U-Bahn-Verbindung zu den Terminals 2–5 am Flughafen Heathrow; die Sperrung zwingt Passagiere auf langsamere und teurere Alternativen wie den Heathrow Express oder Straßenverkehr, was während der Hauptverkehrszeit bis zu 90 Minuten zusätzliche Reisezeit bedeutet. Geschäftsreisende mit frühen Flügen wurden von TfL dazu geraten, „deutlich früher als üblich aufzubrechen oder Übernachtungen in Flughafenhotels zu buchen“. Die Gewerkschaften protestieren gegen Schichtplanänderungen und sprechen von einer „Aushöhlung der Work-Life-Balance“. TfL argumentiert, dass die Modernisierung notwendig sei, um eine Finanzierungslücke von 740 Millionen Pfund nach der Pandemie zu schließen. Schätzungen der Londoner Handelskammer zufolge kostet jeder Streiktag der Hauptstadt rund 105 Millionen Pfund an Produktivitätsverlusten und geringeren Besucherausgaben. Multinationale Unternehmen mit Hauptsitz in London haben Notfallpläne aktiviert: Einige verlegten Kundentermine ins Internet, während eine Bank in Canary Wharf Busse charterte, um Mitarbeiter von wichtigen Bahnknotenpunkten abzuholen. Mobilitätsteams sollten Reise-Richtlinien aktualisieren, um Ausgaben für alternative Bahn- oder Taxidienste während des Streikzeitraums zu ermöglichen. Reisende, die über Heathrow umsteigen, sollten auch die separate Arbeitsniederlegung auf der Londoner Overground-Linie Windrush am 24. April sowie geplante Flugverkehrskontrollstreiks in Spanien im Auge behalten, die weitere Verzögerungen verursachen könnten. TfL geht davon aus, dass der reguläre U-Bahn-Betrieb bis Freitagmorgen wieder aufgenommen wird, sofern keine weiteren Streiks folgen.
Quelle: Evening Standard
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