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EU erlaubt vorübergehende Aussetzung biometrischer Kontrollen wegen wachsender Ein- und Ausreisestau

Mai 3, 2026
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EU erlaubt vorübergehende Aussetzung biometrischer Kontrollen wegen wachsender Ein- und Ausreisestau
Angesichts von Berichten über stundenlange Warteschlangen und dutzende verpasste Fluganschlüsse seit der vollständigen Einführung des neuen Ein- und Ausreisesystems (EES) am 10. April hat die Europäische Kommission den Mitgliedstaaten erlaubt, die Anforderungen zur Erfassung von Fingerabdrücken und Gesichtsbildern während Spitzenzeiten vorübergehend auszusetzen. Dieser am 2. Mai angekündigte Schritt stoppt nicht die Datenbank selbst – die inzwischen 61 Millionen Grenzübertritte erfasst – sondern schafft eine „eingebaute Flexibilität“, sodass die Grenzbehörden bei Bedarf wieder auf das herkömmliche Abstempeln der Reisepässe zurückgreifen können.

Obwohl Irland und Zypern nicht zum Schengen-Raum gehören und nicht am EES teilnehmen, ist die Entscheidung für irische Fluggesellschaften und Reisende, die über EU-Drehkreuze wie Paris-CDG und Amsterdam Schiphol reisen, von Bedeutung, da die biometrischen Kontrollstellen dort zu Engpässen führen. Fluggesellschaften müssen weiterhin API/PNR-Daten übermitteln, doch das Bodenpersonal wird voraussichtlich weniger Passagiere aufgrund verpasster Anschlussflüge abfertigen müssen.

EU erlaubt vorübergehende Aussetzung biometrischer Kontrollen wegen wachsender Ein- und Ausreisestau


Reise-Risikoberater empfehlen Unternehmen, die kürzlich eingeführten zusätzlichen 30-Minuten-Puffer bei Anschlussflügen beizubehalten, bis die Auswirkungen der neuen Flexibilität bewertet sind. Mobilitätsmanager sollten zudem die Reisehinweise aktualisieren: Nicht-EU-Mitarbeiter mit Einreise-Schengen-Visa für eine einmalige Einreise könnten erneut einen Passstempel erhalten, was die Berechnung der erlaubten Aufenthaltsdauer beeinflussen kann.

Die Kommission wird die Daten wöchentlich überprüfen und könnte die verpflichtende biometrische Erfassung wieder einführen, sobald zusätzliche Terminals und Personal bereitstehen. Langfristig drängt Brüssel die Mitgliedstaaten, die Einführung des digitalen Schengen-Visums und des Europäischen Reiseinformations- und Genehmigungssystems (ETIAS) zu beschleunigen, dessen Start nun für Oktober 2026 geplant ist.
Quelle: eKathimerini

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