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Belgien erhöht Gebühren für Schengen- und Langzeitvisa und schafft Barzahlungen in Konsulaten ab

Mai 4, 2026
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Belgien erhöht Gebühren für Schengen- und Langzeitvisa und schafft Barzahlungen in Konsulaten ab
Ab dem 1. Mai 2026 gilt bei allen belgischen Botschaften und Konsulaten weltweit eine neue Gebührenordnung für Visa: Die Kosten für ein Kurzzeit-Schengen-Visum (Typ C) steigen von 80 auf 90 Euro, für ein Langzeit-Nationalvisum (Typ D) von 180 auf 200 Euro. Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren zahlen künftig 45 Euro statt 40 Euro, während Kinder unter sechs Jahren weiterhin gebührenfrei bleiben. Die Überarbeitung, veröffentlicht vom Föderalen Öffentlichen Dienst (FPS) Außenpolitik und am 3. Mai von ObservAlgerie bestätigt, bringt Belgien an die obere Grenze des EU-Gebührenspektrums, basierend auf der im Jahr 2024 vereinbarten Indexierungsformel.

Ebenso bedeutsam für Mobility-Teams in Unternehmen ist das schrittweise Auslaufen von Barzahlungsschaltern. Dutzende stark frequentierte Standorte – darunter Tokio, Neu-Delhi und Johannesburg – akzeptieren künftig ausschließlich elektronische Zahlungen und verlangen einen Zahlungsnachweis, bevor ein Termin bestätigt wird. Laut einer internen Rundmail, die Branchenvertreter einsehen konnten, wird diese Regelung bis Dezember 2026 auf das gesamte Netzwerk ausgeweitet.

Belgien erhöht Gebühren für Schengen- und Langzeitvisa und schafft Barzahlungen in Konsulaten ab


Die höheren Gebühren treffen vor allem Unternehmen, die regelmäßig Angehörige sponsern oder Projektteams rotieren lassen. Eine vierköpfige Familie, die mit einem Einzelerlaubnis-Status nach Brüssel zieht, zahlt künftig allein für die Grundvisa-Gebühren 630 Euro, zuzüglich der separaten föderalen Einwanderungsabgabe (derzeit 217 Euro pro Erwachsenem) sowie möglicher regionaler Zuschläge. Personalabteilungen werden dringend gebeten, ihre Umzugskostenmodelle zu aktualisieren und Mitarbeitenden, die noch keine Firmenkreditkarte besitzen, Vorschüsse zu gewähren.

Der Verzicht auf Barzahlungen fügt sich nahtlos in Belgiens umfassende Digital-First-Strategie ein. Anträge auf Arbeitserlaubnisse werden bereits über das Portal „Working in Belgium“ abgewickelt; Visaantragsteller müssen nun Zahlungsbelege in dasselbe System hochladen, was Konsularbeamten ermöglicht, Unterlagen vorab zu prüfen und Wartezeiten am Schalter zu verkürzen. Praktisch sollten Reisende frühzeitig die lokalen Zahlungsmöglichkeiten prüfen – einige Standorte akzeptieren nur SEPA- oder Kartenzahlungen in Euro – und in Ländern, in denen Auslandsüberweisungen mehrere Tage dauern können, zusätzliche Vorlaufzeit einplanen.
Quelle: ObservAlgerie

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