
Das Amt für Ausländerangelegenheiten nimmt ab sofort Anträge auf eine neue dreijährige Aufenthaltserlaubnis – umgangssprachlich als „CUKR“-Karte bezeichnet – von Ukrainern entgegen, die mindestens 12 Monate unter dem vorübergehenden Schutzstatus (PESEL UKR) standen. Das Programm, das am 6. Mai gestartet wurde, wird vollständig online über MOS 2.0 abgewickelt, das überarbeitete Fallmanagement-Modul, das seit Ende April für alle Aufenthaltsanträge verpflichtend ist. Die Antragsteller zahlen 340 PLN für die Bearbeitung und 100 PLN für die Kartenerstellung und müssen später biometrische Daten einreichen. Gleichzeitig erhalten sie eine elektronische Bestätigung, die ihnen uneingeschränkten Zugang zum polnischen Arbeitsmarkt ohne gesonderte Arbeitserlaubnis ermöglicht. Familienangehörige können im selben Antrag mit aufgenommen werden, was den bisherigen Aufwand mehrerer persönlicher Termine bei den Woiwodschaftsämtern deutlich reduziert. Nach Ausstellung der CUKR-Karte enden die Leistungen des vorübergehenden Schutzes – wie kostenlose Unterkunft und bestimmte Sozialleistungen – was den Übergang der langfristigen ukrainischen Gäste in reguläre Einwanderungsverfahren widerspiegelt. Wichtig ist, dass die Zeit unter der dreijährigen Karte auf die fünfjährige Voraussetzung für den EU-Daueraufenthaltsstatus angerechnet wird, was die Option besonders für Fachkräfte attraktiv macht, die Unternehmen langfristig binden möchten. Personalabteilungen von Arbeitgebern sollten beachten, dass das MOS-Portal strenge Anforderungen an digitale Signaturen stellt; Anträge müssen mit einem Vertrauensprofil oder einer EU-e-ID unterschrieben werden. Anträge von unbefugten Vermittlern werden automatisch abgelehnt, eine Änderung, die bereits in den MOS-Systemprotokollen sichtbar ist. Polen beherbergt rund 950.000 ukrainische Staatsangehörige mit aktivem PESEL UKR. Regierungsangaben zufolge könnten in diesem Jahr bis zu 300.000 auf den CUKR-Status wechseln, was den Druck auf die überlasteten Budgets des vorübergehenden Schutzes mindert und Arbeitgebern mehr Planungssicherheit bei der Mitarbeiterbindung bietet.
Quelle: InPoland.net.pl
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