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Parmelin warnt Brüssel, während die EU höhere Zölle und neue Kosten für Grenzgänger anstrebt

Mai 18, 2026
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Parmelin warnt Brüssel, während die EU höhere Zölle und neue Kosten für Grenzgänger anstrebt
Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin nutzte ein ausführliches Interview, das am 17. Mai 2026 im Blick veröffentlicht wurde, um eine deutliche Warnung an Brüssel zu richten. Zwei jüngste Entscheidungen der Europäischen Kommission – die Verdopplung der Schutzzölle auf Stahlimporte von 25 % auf 50 % ab dem 1. Juli sowie die Verlagerung der Verantwortung für Arbeitslosenleistungen von Grenzgängern auf das Schweizer Budget – könnten seiner Ansicht nach der EU selbst schaden. Parmelin betonte, dass Schweizer Stahl, der in Luft- und Raumfahrtkomponenten für EU-Hersteller verwendet wird, über Nacht teurer werde und damit europäische Lieferketten gefährde. Zudem wies er darauf hin, dass die Belastung Berns mit bis zu 900 Millionen CHF jährlich für Arbeitslosenunterstützung von Arbeitnehmern, die in Frankreich, Deutschland oder Italien wohnen, aber in der Schweiz arbeiten, innenpolitisch auf Widerstand stoßen könnte – und das zu einem heiklen Zeitpunkt. Parlamentsausschüsse prüfen derzeit ein mühsam ausgehandeltes Paket von Verträgen, das die festgefahrenen EU-Schweiz-Beziehungen wiederbeleben soll; Feindseligkeiten könnten das Abkommen gefährden und die Wunden des Scheiterns des Rahmenabkommens von 2021 wieder aufreißen. Für Unternehmen sind die Folgen unmittelbar spürbar. Exporteure müssen mit einem plötzlichen Zolzzuschlag von 25 Prozentpunkten rechnen, während Personalabteilungen, die täglich rund 340.000 Grenzgänger beschäftigen, mit Unsicherheiten bezüglich des künftig geltenden Sozialversicherungssystems konfrontiert sind, falls der EU-Plan umgesetzt wird. Firmen, die auf französische oder italienische Mitarbeiter für wichtige Produktionsschichten angewiesen sind, könnten steigende Lohnkosten erleben, da die Schweiz gezwungen sein könnte, das Arbeitslosenabkommen von 2010 neu zu verhandeln. Mobilitätsmanager sollten sich auf Gespräche mit Pendlern aus den Nachbarregionen vorbereiten; bei geänderten Vorschriften könnten zusätzliche Nachweise über den Versicherungsschutz des Gehalts erforderlich werden. Lieferkettenverantwortliche prüfen bereits alternative Bezugsquellen außerhalb des EU-Zollgebiets, um den höheren Stahlzoll zu umgehen. Obwohl Parmelin eine Gesprächsbereitschaft signalisierte, machte er deutlich, dass Bern bereit sei, jeden endgültigen Kompromiss den Stimmberechtigten vorzulegen – was die Unsicherheit bis ins Jahr 2027 verlängern könnte. Fazit: Europas komplexestes grenzüberschreitendes Arbeitsökosystem steht kurz vor einem erheblichen Kosten-Schock – ausgelöst durch einen einzigen politischen Fehltritt.
Quelle: Blick

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