
Ein 24-stündiger Generalstreik der belgischen Gewerkschaften am 12. Mai führte zur vollständigen Schließung des Flughafens Charleroi und reduzierte den Betrieb am Flughafen Brüssel um mehr als die Hälfte. Dadurch mussten 15 Passagier- und Frachtflüge zum Flughafen Maastricht Aachen in den Niederlanden umgeleitet werden. Scandinavian Airlines (SAS) und mehrere andere Fluggesellschaften gaben Reisehinweise heraus und boten kostenlose Umbuchungen für Flüge von oder nach Brüssel an diesem Tag an. Obwohl keine Schweizer Flughäfen direkt betroffen waren, wirkte sich die Störung auf die Drehkreuze der Lufthansa-Gruppe aus. Swiss International Air Lines warnte Firmenkunden, dass Anschlussflüge über Brüssel nach Zürich und Genf gefährdet sein könnten. Schweizer Reiseveranstalter rieten Passagieren mit Ziel Großbritannien oder USA, Alternativen über Paris CDG, Frankfurt oder Direktverbindungen ab Schweiz in Betracht zu ziehen. Laut Eurocontrol-Daten vom Morgen des 12. Mai wurden 22 Ankünfte und 18 Abflüge mit Schweizer Passagieren gestrichen oder umgeleitet, was etwa 3.800 Reisende betraf. Die SBB verzeichnete einen 12 %igen Anstieg der Buchungen auf der ICE-Strecke Basel–Frankfurt, die als alternative Verbindung zu Langstreckenflügen ab Deutschland genutzt wird. Der Vorfall verdeutlicht die zunehmende Anfälligkeit von Reiseverbindungen mit mehreren Drehkreuzen bei Arbeitskämpfen. Mobilitätsmanager werden dazu angehalten, kritische Mitarbeiterverbindungen über belgische Flughäfen zu identifizieren und Notfallpläne zu entwickeln – etwa durch Doppelbuchungen von Bahn- und Flugtickets oder flexible Hotelkontingente in Paris und Frankfurt. Die belgischen Gewerkschaften ABVV, ACV und ACLVB kündigen weitere Streiks an, falls die Verhandlungen zur Rentenreform ins Stocken geraten. Unternehmen mit häufigen Brüssel-Verbindungen sollten sich für IROPS-Feeds (Unregelmäßiger Betrieb) anmelden und sicherstellen, dass ihre Reisemanagement-Dashboards auch sekundäre Auswirkungen auf in der Schweiz ansässige Mitarbeiter erfassen.
Quelle: NL Times & SAS travel alert
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