
Die verkehrsreichste Nord-Süd-Achse der Schweiz kam am Auffahrtstag, dem 14. Mai 2026, zum Stillstand, als Urlauber in Richtung Tessin und weiter nach Italien unterwegs waren. Bereits um 08:30 Uhr registrierte der Touring Club Schweiz (TCS) einen zehn Kilometer langen Stau am Nordportal des Gotthardstraßentunnels, was einer Wartezeit von rund 100 Minuten entsprach. Verkehrsmeldungen rieten den Autofahrern, über den San-Bernardino (A13) auszuweichen, doch auch diese Ausweichroute verstopfte schnell mit einem ebenso langen zehn Kilometer langen Stau. Obwohl Ostern und Pfingsten traditionell die verkehrsreichsten Wochenenden sind, erreicht der Auffahrtstag mittlerweile ähnliche Stauhöhen. Die Bundesverkehrsleitung hatte Staus von bis zu 16 Kilometern vorhergesagt und schaltete gestaffelte Ampeln bei Wassen sowie dynamische Schilder ein, die ab einer Staulänge von acht Kilometern die A13 als Alternative empfahlen. Die SBB setzten südwärts zusätzliche Fernverkehrszüge mit tausenden Extra-Sitzplätzen ein, doch die Nachfrage auf der Straße überstieg weiterhin die Kapazitäten. Für Mobilitätsverantwortliche in Unternehmen ist die Störung eine Erinnerung daran, dass Engpässe im Schweizer Straßennetz zeitkritische Lieferketten und Kundenbesuche ebenso gefährden können wie formelle Grenzkontrollen. Kurierdienste meldeten Verzögerungen von bis zu vier Stunden bei Expresssendungen nach Mailand, während mehrere multinationale Unternehmen am 13. Mai sensible Bauteile vorsorglich auf die Schiene verlagerten, um dem Straßenchaos zuvorzukommen. Blickt man in die Zukunft, plant das Bundesamt für Straßen (ASTRA) im Sommer 2027 einen Test mit temporärer Nutzung des Pannenstreifens auf der A2, doch Umweltbedenken verhindern eine dauerhafte zweite Gotthardröhre vor 2032. Bis dahin wird Arbeitgebern empfohlen, Fahrten in Richtung Süden vor 6:00 Uhr oder nach 20:00 Uhr an Schweizer Feiertagsabenden zu planen, Homeoffice-Regelungen in Dienstanweisungen zu integrieren und Mitarbeitende über die TCS-Verkehrs-App sowie die Social-Media-Kanäle von ASTRA auf dem Laufenden zu halten.
Quelle: SRF News
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Schweiz.Mehr von Schweiz
Alle anzeigen
SBB aktiviert Entgleisungsdetektoren außerhalb des Gotthard-Basistunnels nach Güterzugunfall 2023
24-Stunden-Fahrverbot für Lastwagen in der Schweiz verschärft Engpässe in der Alpenlogistik