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Australien beschleunigt den Weg zur dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung für Hongkonger

Mai 25, 2026
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Australien beschleunigt den Weg zur dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung für Hongkonger
Australien hat offiziell Änderungen seiner Migrationsvorschriften veröffentlicht, die einen beschleunigten, dreijährigen Weg zur dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung für Inhaber von Hongkonger und britischen National (Overseas)-Reisepässen eröffnen. Die neuen Regelungen, die am 24. Mai 2026 in Kraft traten, ermöglichen es Hongkongern, die in den letzten vier Jahren mindestens drei Jahre in Australien gelebt, studiert oder gearbeitet haben, direkt vom temporären Status auf ein Skilled Independent (Subclass 189) oder Skilled Regional (Subclass 191) Visum umzusteigen – ohne die üblichen Punkteanforderungen, die für andere Nationalitäten gelten. Das Programm, das erstmals im Zuge des Nationalen Sicherheitsgesetzes Hongkongs 2020 als „sicherer Hafen“ angekündigt wurde, hat nun Gesetzeskraft. Bewerber müssen weiterhin die üblichen Gesundheits-, Charakter- und Sicherheitsprüfungen bestehen, doch Einwanderungsanwälte betonen, dass die Anforderungen bewusst niedrig angesetzt sind: Es sind weder eine formale Qualifikationsbewertung, noch eine regionale Nominierung oder Englisch-Sprachtests erforderlich. Für eine dreiköpfige Familie fallen Visagebühren von etwa 10.000 AUD (78.000 HKD) an, deutlich günstiger als vergleichbare Kosten für BN(O)-Visa im Vereinigten Königreich oder offene Arbeitserlaubnisse in Kanada. Aus Sicht der Unternehmensmobilität bietet dieser Schritt multinationalen Firmen ein zusätzliches Instrument zur Bindung von Hongkonger Mitarbeitern, die bereits mit temporären Graduate- oder arbeitgebergesponserten Visa in Australien sind. Personalabteilungen können nun langfristige Einsätze planen, ohne sich um Verlängerungsbeschränkungen oder wiederholte Arbeitsmarktprüfungen sorgen zu müssen – besonders wertvoll in Branchen wie Fintech, Gesundheitswesen und Hightech-Fertigung, in denen Fachkräftemangel herrscht. Einwanderungsberater erwarten einen Anstieg der Anträge vor dem Starttermin des Programms am 5. März 2027, da derzeit über 9.000 Hongkonger mit temporären Visa qualifiziert sind. Sie warnen jedoch, dass die Nachfrage die Bearbeitungszeiten verlängern könnte, sofern das Innenministerium keine zusätzlichen Sachbearbeiter bereitstellt. Arbeitgeber werden daher dringend gebeten, ihre Personalplanungen frühzeitig zu koordinieren und die Kosten für medizinische Untersuchungen und polizeiliche Führungszeugnisse einzuplanen, da diese nicht von früheren temporären Visa übernommen werden können. Strategisch unterstreicht Canberras Entscheidung einen breiteren Trend unter mittelstarken Volkswirtschaften, die im Wettbewerb um Talente aus Hongkong stehen. Das Vereinigte Königreich hat bereits über 186.000 BN(O)-Visa ausgestellt, während Kanada seine offene Arbeitserlaubnis für Hochschulabsolventen kürzlich bis 2029 verlängert hat. Australiens niedrigschwelliges, qualifikationsunabhängiges Modell könnte nun einen neuen Maßstab setzen – was andere Zielländer und möglicherweise auch Hongkong selbst dazu drängt, ihre Talentprogramme zu verschärfen, um weitere Abwanderungen zu verhindern.
Quelle: Hong Kong News

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