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Digitales „Pass G7“-Portal eröffnet, Sicherheitszonen für Evian-Gipfel eingerichtet

Juni 3, 2026
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Digitales „Pass G7“-Portal eröffnet, Sicherheitszonen für Evian-Gipfel eingerichtet
Genau zwei Wochen vor der Ankunft der Staats- und Regierungschefs am Genfersee hat die Präfektur der Haute-Savoie am 2. Juni eine Online-Plattform gestartet, über die verpflichtende QR-Code-Pässe – genannt „Pass G7“ – für den Zugang zu den Sperrzonen rund um Évian-les-Bains während des Gipfels vom 15. bis 17. Juni ausgestellt werden. Anwohner, Grenzgänger, Lieferfahrer und akkreditierte Dienstleister müssen sich registrieren und dabei Ausweis, Wohnsitz- oder Arbeitsnachweis sowie gegebenenfalls die Fahrzeugzulassung hochladen. Die Sicherheitszonen umfassen das Stadtzentrum, das Konferenzzentrum Cité de l’Eau sowie wichtige Abschnitte der Küstenstraße D1005 bis zur Schweizer Grenze bei Saint-Gingolph. Die französische Polizei, verstärkt durch 2.000 mobile Gendarmen und Schweizer Kollegen, wird an 27 Kontrollpunkten rund um die Uhr ab dem 13. Juni die QR-Codes scannen. Fahrzeuge ohne Pass werden zu Park-and-Ride-Plätzen bei Thonon-les-Bains umgeleitet, von wo Shuttlebusse für Berechtigte verkehren. Für multinationale Unternehmen im grenzüberschreitenden Léman-Korridor – insbesondere solche, die auf Just-in-Time-Lieferungen zwischen Annecy, Genf und Évian angewiesen sind – stellt das System eine nichttarifäre Hürde dar, die dringend entschärft werden muss. Logistikmanager werden dringend gebeten, diese Woche Sammelanträge für Fahrer einzureichen und mindestens 60 Minuten zusätzliche Transitzeit einzuplanen. Hotels, die Firmenvertreter beherbergen, sollten zudem sicherstellen, dass alle Mitarbeiter, einschließlich Zeitarbeitskräfte, registriert sind, da eine kurzfristige Akkreditierung vor Ort nicht möglich sein wird. Die für den Pass G7 erhobenen Daten werden laut Präfektur auf französischen Regierungsservern gespeichert und 30 Tage nach der Veranstaltung gelöscht. Gewerkschaften haben dennoch Datenschutzbedenken geäußert und fordern eine unabhängige Prüfung, ähnlich der nach den Olympischen Spielen 2024 in Paris. Der Pass ist zwar kostenlos, wer ihn in der Sperrzone nicht vorzeigt, muss mit einem Bußgeld von 135 Euro rechnen. Arbeitgeber haften zudem mit, wenn Mitarbeiter ohne gültige Genehmigung in der Zone arbeiten. Personal- und Global-Mobility-Teams sollten daher sicherstellen, dass auch Auftragnehmer und Besucher über die Regelung informiert sind.
Quelle: Préfecture de Haute-Savoie / pass-g7.gouv.fr

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