
Aéroports de Paris (ADP) gab am 12. Juni bekannt, dass die Start- und Landebahn 4 am Flughafen Paris-Orly vom 10. August bis zum 17. Dezember 2026 wegen einer Erneuerung der Oberfläche und der Beleuchtung gesperrt wird. Die Sperrung zwingt den Flughafen, etwa 3.000 Flüge – das entspricht 6 Prozent des Herbstflugplans von Orly – zu streichen oder auf Paris-Charles-de-Gaulle bzw. regionale Flughäfen umzuleiten. Die Billigfluggesellschaft easyJet bestätigte, dass sie bereits begonnen hat, betroffene Passagiere mit Flügen zwischen dem 10. August und dem 24. Oktober per E-Mail zu informieren und Umbuchungen oder Rückerstattungen anzubieten. Weitere Airlines, darunter Transavia und Vueling, finalisieren derzeit ihre überarbeiteten Flugpläne mit der französischen Luftfahrtbehörde (DGAC). Die Slot-Zuteilungen werden Anfang Juli veröffentlicht. Für Geschäftsreisende trifft die Störung das Herzstück des französischen Inlands- und Mittelstreckennetzes in Europa. Orly bedient die meisten Flüge nach Toulouse, Nizza und Barcelona – beliebte Strecken für Tagesausflüge von Geschäftsleuten. Unternehmen sollten ihre Reisepläne für das dritte und vierte Quartal überprüfen und prüfen, ob die Meetingzeiten mit den neuen Flugmöglichkeiten ab CDG oder alternativen Flughäfen wie Beauvais und Nantes übereinstimmen. ADP erklärt, dass das 120-Millionen-Euro-Projekt die Wartungsunterbrechungen für ein Jahrzehnt reduzieren und durch die Installation von LED-Anfluglichtern den CO₂-Ausstoß senken wird. Allerdings könnten sich die Taxiwege am Flughafen CDG verschärfen, da der verlegte Flugverkehr um Slots während der geschäftigen Rückreisewelle im Spätsommer konkurriert. Reisebüros empfehlen, die Mindestumsteigezeiten in Buchungssystemen zu verlängern und Mitarbeiter zu informieren, deren Visa an bestimmte Ankunftsflughäfen gebunden sind (eine Voraussetzung bei einigen Schengen-Langzeitaufenthaltsverfahren), um sicherzustellen, dass umgeleitete Flüge keine Probleme bei der Grenzkontrolle verursachen.
Quelle: The Local France
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