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Ottawa setzt neue gesetzliche Befugnisse ein, um Einwanderungsanträge aus Ebola-betroffenen Ländern einzufrieren

Juni 14, 2026
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Ottawa setzt neue gesetzliche Befugnisse ein, um Einwanderungsanträge aus Ebola-betroffenen Ländern einzufrieren
Die Bundesregierung hat gemäß dem Gesetz zur Stärkung des kanadischen Einwanderungssystems und der Grenzkontrollen eine Verordnung erlassen, die vorübergehend die Ausstellung und Bearbeitung von Visa, eTAs, Arbeits- und Studiengenehmigungen für ausländische Staatsangehörige mit Wohnsitz in der Demokratischen Republik Kongo, Uganda und Südsudan aussetzt. Die Maßnahme, die am 13. Juni 2026 in der Canada Gazette veröffentlicht wurde, gilt für 90 Tage und kann verlängert werden. Die Verordnung ist Teil einer umfassenderen zweigleisigen Reaktion, die Quarantänebestimmungen und verstärkte Kontrollen an den Flughäfen Montréal-Trudeau, Toronto Pearson und weiteren wichtigen Einreisepunkten umfasst. Ottawa begründet die Aussetzung mit der Notwendigkeit, die Einschleppung von Ebola zu verhindern, da die Weltgesundheitsorganisation das Ausbruchsrisiko in der DR Kongo auf nationaler Ebene als „sehr hoch“ eingestuft hat. Nach dem neuen Gesetz kann das Kabinett nun großflächig Einwanderungsdokumente widerrufen oder ändern, wenn das öffentliche Interesse dies erfordert – eine Befugnis, die vor Inkrafttreten des Gesetzes am 26. März 2026 nicht bestand. Diese Befugnis entspricht den im letzten Monat in den USA angewandten Title-42-Bestimmungen und spiegelt eine koordinierte nordamerikanische Gesundheits- und Sicherheitsstrategie wider. Einwanderungsrechtler weisen darauf hin, dass der Minister für Staatsbürgerschaft und Einwanderung weiterhin Ermessensspielräume hat, um im Einzelfall aus humanitären Gründen Ausnahmen zu gewähren. Dennoch sind rund 36.000 anhängige Anträge auf Dauer- und vorübergehenden Aufenthalt faktisch ausgesetzt, und etwa 1.700 bereits genehmigte Visainhaber dürfen bis mindestens Ende August nicht einreisen. Unternehmen mit Niederlassungen in Zentralafrika sollten ihre entsandten Mitarbeiter auf alternative Standorte oder Homeoffice-Lösungen umstellen. Arbeitgeber, die bereits Beschäftigte aus den betroffenen Ländern in Kanada haben, sollten bei Verlängerungsanträgen sicherstellen, dass die aktuelle kanadische Adresse der Betroffenen angegeben wird, um unbeabsichtigte Ablehnungen zu vermeiden.
Quelle: Canada Gazette

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