
Kanadas Pilotprogramm für Einwanderung in ländlichen Gemeinden (RCIP) ist deutlich beliebter als von Ottawa erwartet. Laut aktuellen Berichten vom 14. Juni haben teilnehmende Gemeinden von British Columbia bis Nova Scotia bereits Hunderte ausländische Arbeitskräfte für eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung empfohlen. Allein in den ersten zwei Monaten des Jahres 2026 wurden 800 Neuankömmlinge genehmigt. Die 14-Gemeinden-Initiative, die 2025 gestartet wurde, um kleinere, arbeitskräftemangelnde Regionen bei der Besetzung wichtiger Stellen zu unterstützen, erlaubt jeder Gemeinde, bis zu 350 Hauptantragsteller pro Jahr zu empfehlen. Viele Gemeinden haben ihre Kontingente für 2026 bereits erreicht oder stehen kurz davor, was die lokalen Programmverantwortlichen zwingt, Engpässe in den Bereichen Gesundheitswesen, Fachhandwerk, Produktion und Transport zu priorisieren.
Programmverantwortliche berichten, dass das enorme Interesse teilweise auf bundesweite Kürzungen bei den Einwanderungszahlen zurückzuführen ist. Da unter den nationalen Wirtschaftsprogrammen weniger Plätze verfügbar sind, wenden sich temporäre ausländische Arbeitskräfte, die bereits in Kanada leben, vermehrt dem RCIP zu – einer der wenigen verbliebenen Wege zur dauerhaften Niederlassung. So hat Brandon in Manitoba nahezu sein gesamtes Jahreskontingent für bereits mit Produktionsvisa ausgestattete Arbeitskräfte ausgeschöpft, während Sault Ste. Marie in Ontario das RCIP nutzt, um Ärzte und Fachkräfte aus der Gastronomie anzuwerben, die lokal nicht verfügbar sind.
Arbeitgeber begrüßen die hohe Nachfrage, doch das Missverhältnis zwischen Bedarf und Kontingent erzeugt neuen Druck. North Okanagan–Shuswap in B.C. erhielt im vergangenen Jahr über 7.500 Interessensbekundungen – mehr als das Zwanzigfache der möglichen Nominierungen. Programmmitarbeiter warnen, dass besonders schutzbedürftige Bewerber durch skrupellose Vermittler ausgebeutet werden könnten, da der Wettbewerb um Empfehlungen zunimmt.
Für multinationale Personalabteilungen verdeutlicht der Ansturm zwei Dinge: Erstens bleiben entlegene und sekundäre kanadische Märkte trotz gesunkener bundesweiter Ziele stark einwanderungsfreundlich. Zweitens werden Arbeitgeberunterstützungsschreiben und überzeugende Bindungspläne zu entscheidenden Faktoren für Kandidaten, die um die knappen ländlichen Nominierungen konkurrieren. Unternehmen mit Niederlassungen außerhalb der großen Städte sollten frühzeitig Kontakt zu lokalen Wirtschaftsförderstellen aufnehmen, wenn sie RCIP-Plätze für wichtige ausländische Fachkräfte sichern wollen.
Blickt man in die Zukunft, steht Ottawa vor einer politischen Entscheidung: Entweder das Kontingent für das erfolgreiche Pilotprogramm erhöhen oder zusehen, wie die Nachfrage wieder auf die ohnehin schon stark belasteten nationalen Programme zurückfällt. Da ländliche Krankenhäuser und Werkstätten weiterhin Stellen ausschreiben, setzen sich viele Gemeinden bei Immigration, Refugees and Citizenship Canada (IRCC) für eine Aufstockung der Kontingente im Plan für 2027 ein.
Programmverantwortliche berichten, dass das enorme Interesse teilweise auf bundesweite Kürzungen bei den Einwanderungszahlen zurückzuführen ist. Da unter den nationalen Wirtschaftsprogrammen weniger Plätze verfügbar sind, wenden sich temporäre ausländische Arbeitskräfte, die bereits in Kanada leben, vermehrt dem RCIP zu – einer der wenigen verbliebenen Wege zur dauerhaften Niederlassung. So hat Brandon in Manitoba nahezu sein gesamtes Jahreskontingent für bereits mit Produktionsvisa ausgestattete Arbeitskräfte ausgeschöpft, während Sault Ste. Marie in Ontario das RCIP nutzt, um Ärzte und Fachkräfte aus der Gastronomie anzuwerben, die lokal nicht verfügbar sind.
Arbeitgeber begrüßen die hohe Nachfrage, doch das Missverhältnis zwischen Bedarf und Kontingent erzeugt neuen Druck. North Okanagan–Shuswap in B.C. erhielt im vergangenen Jahr über 7.500 Interessensbekundungen – mehr als das Zwanzigfache der möglichen Nominierungen. Programmmitarbeiter warnen, dass besonders schutzbedürftige Bewerber durch skrupellose Vermittler ausgebeutet werden könnten, da der Wettbewerb um Empfehlungen zunimmt.
Für multinationale Personalabteilungen verdeutlicht der Ansturm zwei Dinge: Erstens bleiben entlegene und sekundäre kanadische Märkte trotz gesunkener bundesweiter Ziele stark einwanderungsfreundlich. Zweitens werden Arbeitgeberunterstützungsschreiben und überzeugende Bindungspläne zu entscheidenden Faktoren für Kandidaten, die um die knappen ländlichen Nominierungen konkurrieren. Unternehmen mit Niederlassungen außerhalb der großen Städte sollten frühzeitig Kontakt zu lokalen Wirtschaftsförderstellen aufnehmen, wenn sie RCIP-Plätze für wichtige ausländische Fachkräfte sichern wollen.
Blickt man in die Zukunft, steht Ottawa vor einer politischen Entscheidung: Entweder das Kontingent für das erfolgreiche Pilotprogramm erhöhen oder zusehen, wie die Nachfrage wieder auf die ohnehin schon stark belasteten nationalen Programme zurückfällt. Da ländliche Krankenhäuser und Werkstätten weiterhin Stellen ausschreiben, setzen sich viele Gemeinden bei Immigration, Refugees and Citizenship Canada (IRCC) für eine Aufstockung der Kontingente im Plan für 2027 ein.
Quelle: CityNews / The Canadian Press