
Das US-Zentralkommando gab am 18. Juni bekannt, dass die 18-monatige Seeblockade iranischer Häfen nach der Unterzeichnung eines 60-tägigen Memorandums mit Teheran beendet wurde. Die Warnstufen des Gemeinsamen Maritimen Informationszentrums im Hormus-Straße wurden von „kritisch“ auf „moderat“ herabgestuft. Handelsreeder begrüßten die Entscheidung: Versicherer schätzen, dass die Blockade Sicherheitszuschläge von bis zu 2 US-Dollar pro Barrel sowie Umwege verursachte, die die Transitzeit von Asien zur US-Ostküste um eine Woche verlängerten. Da der Verkehr bereits wieder durch den südlichen omanischen Kanal fließt, rechnen Logistikmanager damit, dass Containerlinien ihre Vor-Kriegs-Fahrpläne innerhalb eines Monats wieder aufnehmen. Für US-Exporteure und Umzugsteams, die Haushaltsgüter von oder zu Einsätzen am Golf transportieren, bedeutet das Ende der Blockade niedrigere Frachtkosten und kürzere Vorlaufzeiten. Dennoch werden Seeleute vor einer weiterhin präsenten Marinepräsenz und gemeldeten Seeminen gewarnt; die Routenführung erfordert weiterhin tägliche Abstimmung mit den Koalitionsstreitkräften. Politische Analysten sehen den Schritt als vertrauensbildende Maßnahme vor den umfassenderen Atomgesprächen, warnen jedoch, dass das MOU Iran 30 Tage zur Räumung der Minen und den USA 30 Tage zum Truppenabzug einräumt – enge Fristen, die bei Widerstand von Hardlinern auf beiden Seiten scheitern könnten. Unternehmen sollten vorerst Kriegsschadensklauseln in Charterverträgen beibehalten und Marineversicherungswarnungen genau beobachten; ein einziger Sicherheitsvorfall könnte eine schnelle Eskalation auslösen.
Quelle: USNI News