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Zwischenbericht zur Schweizer „Task-Force Intensivtäter“ zeigt härtere und schnellere Abschiebungen ausländischer Mehrfachtäter

Juni 27, 2026
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Zwischenbericht zur Schweizer „Task-Force Intensivtäter“ zeigt härtere und schnellere Abschiebungen ausländischer Mehrfachtäter
Das Schweizer Staatssekretariat für Migration (SEM) hat den sechsmonatigen Zwischenbericht zu seinem Pilotprojekt „Task-Force Intensivtäter“ (TIA) veröffentlicht. Dieses Programm koordiniert Strafverfolgungs-, Polizei- und Migrationsbehörden, um mit schweren ausländischen Straftätern umzugehen. Seit dem Start im Juni 2025 in zehn Kantonen fungiert die Task-Force als zentrale Fallmanagementstelle: Sobald ein Asylsuchender oder eine andere ausländische Person Gegenstand eines Strafverfahrens wird, bündeln SEM, kantonale Staatsanwaltschaften, Polizei und Justizvollzugsbehörden ihre Daten und entscheiden, ob eine Haft zur Sicherung der Wegweisung, Dublin-Überstellungen oder andere Zwangsmassnahmen sofort eingeleitet werden können.

Laut Bericht wurden in der ersten Halbjahresphase 87 Fälle bearbeitet; etwa zwei Drittel betrafen Personen im Asylsystem aus Ländern mit sehr niedriger Anerkennungsquote. 36 Fälle wurden bereits abgeschlossen – entweder durch tatsächliche Ausreise oder durch Flucht – während 51 Personen weiterhin in Haft auf ihre Ausweisung warten. Konkrete Massnahmen umfassen die Kennzeichnung von TIA-Fällen im zentralen Migrationssystem (ZEMIS), deren Markierung im Schengen-Informationssystem zur erleichterten Grenzhaft sowie die Beschleunigung von Dublin-Überstellungen nach Haftentlassungen.

Zwischenbericht zur Schweizer „Task-Force Intensivtäter“ zeigt härtere und schnellere Abschiebungen ausländischer Mehrfachtäter


Das SEM betont, dass die rechtlichen Instrumente für Wegweisungen bereits vorhanden sind, die Koordination jedoch bisher lückenhaft war. Der Pilot zeigt, dass frühzeitiger Datenaustausch Verfahren verkürzt und die Freilassung von Hochrisikostraftätern verhindert, deren Wegweisungen noch nicht vollzogen wurden. Ein Abschlussbericht, der Ende 2026 erwartet wird, soll darüber entscheiden, ob die TIA zu einer dauerhaften nationalen Struktur ausgebaut wird.

Für Unternehmen signalisiert die Initiative, dass die Schweiz die innere Sicherheit verschärft, ohne pauschale Einwanderungsbeschränkungen einzuführen. Personalabteilungen sollten jedoch mit strengeren Prüfungen von entsandten Mitarbeitenden mit Vorstrafen und schnelleren Entscheidungen bei Asylgesuchen rechnen. Multinationale Unternehmen, die Mitarbeitende oder Auszubildende im Asyl- oder vorläufigen Aufnahmeverfahren beschäftigen, müssen den rechtlichen Status genau überwachen, um kurzfristige Wegweisungen zu vermeiden.

Der Pilot unterstreicht zudem einen breiteren Schengen-Trend: Mitgliedstaaten verknüpfen Strafverfolgungsdaten zunehmend mit Migrationsdatenbanken, um Sicherheitsrisiken früher zu erkennen. Unternehmen, die Personal innerhalb des Schengen-Raums versetzen, sollten mit systematischeren Kontrollen rechnen und die Einhaltung lokaler Melde-, Steuer- und Versicherungsbestimmungen besonders sorgfältig sicherstellen, um unerwünschte Aufmerksamkeit zu vermeiden.
Quelle: Swiss-Press (press release via SEM)

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