
In einem am 24. Juni 2026 verabschiedeten Bericht beantwortet der Schweizer Bundesrat eine parlamentarische Anfrage zur Verwendung der Gelder, die die Schweiz in europäische Fonds für Grenzmanagement und Visapolitik einzahlt. Der Bericht konzentriert sich auf zwei Instrumente: das aktuelle Border Management and Visa Instrument (BMVI) und dessen Vorgänger, den Internal Security Fund–Borders. Zwischen 2014 und 2024 hat die Schweiz im Rahmen ihrer Schengen-Assoziierung mehrere hundert Millionen Franken in diese Programme investiert. Die Regierung betont, dass das Geld zur Modernisierung der Infrastruktur wie Scanner, Datenbanken und Schulungsprogramme dient, die legitimes Reisen erleichtern und gleichzeitig irreguläre Migration bekämpfen sollen.
Der Druck auf mehr Transparenz ist gestiegen, nachdem die EU-Grundrechteagentur auf Pushbacks und andere Missbräuche an einigen Außengrenzen hingewiesen hatte. Kritiker befürchteten, dass ein Missbrauch der BMVI-Mittel durch Mitgliedstaaten die Schweiz indirekt mitschuldig machen könnte. Der 39-seitige Bericht aus Bern kommt zu dem Schluss, dass zwar ein Teil der von der Schweiz finanzierten Mittel Staaten erreichte, die später Missbräuche vorgeworfen wurden, es jedoch „keinen Beleg dafür gibt, dass Schweizer Gelder direkt Menschenrechtsverletzungen ermöglicht haben“. Er verweist auf zahlreiche EU- und nationale Kontrollmechanismen – darunter Prüfungen, Leistungsindikatoren und Whistleblower-Hotlines –, die in der aktuellen Finanzierungsperiode verstärkt wurden.
Für die Schweizer Politik ist die Frage nicht nur ethischer Natur. Die weitere Teilnahme an den EU-Sicherheitsfonds sichert der Schweiz den Zugang zu gemeinsamen IT-Plattformen wie dem Entry/Exit-System (EES), VIS und Eurodac, ohne die Grenzbehörden Pässe nicht effizient kontrollieren oder Visa bearbeiten könnten. Der Bundesrat argumentiert, dass Einfluss auf die Steuerung dieser Systeme nur möglich ist, wenn die Schweiz zahlendes Mitglied bleibt; ein Rückzug würde Schweizer Flughäfen und Landgrenzen von den Schengen-Datenflüssen abschneiden und lange Warteschlangen für Geschäftsreisende und Touristen verursachen.
Das praktische Fazit des Berichts ist zweigleisig: Erstens wird Bern seinen Platz am Verhandlungstisch behalten, wenn die EU 2027 den nächsten mehrjährigen Finanzierungszyklus abschliesst – eine Chance, strengere menschenrechtliche Auflagen durchzusetzen. Zweitens müssen Bund und Kantone ihre eigene Überwachung der von der Schweiz mitfinanzierten Projekte im Ausland verbessern, um Wirkung zu dokumentieren und frühzeitig eingreifen zu können, falls Standards nicht eingehalten werden. Unternehmen, die Sicherheitstechnologie für Schweizer Grenzposten liefern, sollten das BMVI genau beobachten: Das Programm wird weiterhin CT-Scanner, biometrische Kioske und API-Systeme finanzieren, die gleichzeitig in Zürich, Genf und vielen EU-Flughäfen eingeführt werden.
Der Druck auf mehr Transparenz ist gestiegen, nachdem die EU-Grundrechteagentur auf Pushbacks und andere Missbräuche an einigen Außengrenzen hingewiesen hatte. Kritiker befürchteten, dass ein Missbrauch der BMVI-Mittel durch Mitgliedstaaten die Schweiz indirekt mitschuldig machen könnte. Der 39-seitige Bericht aus Bern kommt zu dem Schluss, dass zwar ein Teil der von der Schweiz finanzierten Mittel Staaten erreichte, die später Missbräuche vorgeworfen wurden, es jedoch „keinen Beleg dafür gibt, dass Schweizer Gelder direkt Menschenrechtsverletzungen ermöglicht haben“. Er verweist auf zahlreiche EU- und nationale Kontrollmechanismen – darunter Prüfungen, Leistungsindikatoren und Whistleblower-Hotlines –, die in der aktuellen Finanzierungsperiode verstärkt wurden.
Für die Schweizer Politik ist die Frage nicht nur ethischer Natur. Die weitere Teilnahme an den EU-Sicherheitsfonds sichert der Schweiz den Zugang zu gemeinsamen IT-Plattformen wie dem Entry/Exit-System (EES), VIS und Eurodac, ohne die Grenzbehörden Pässe nicht effizient kontrollieren oder Visa bearbeiten könnten. Der Bundesrat argumentiert, dass Einfluss auf die Steuerung dieser Systeme nur möglich ist, wenn die Schweiz zahlendes Mitglied bleibt; ein Rückzug würde Schweizer Flughäfen und Landgrenzen von den Schengen-Datenflüssen abschneiden und lange Warteschlangen für Geschäftsreisende und Touristen verursachen.
Das praktische Fazit des Berichts ist zweigleisig: Erstens wird Bern seinen Platz am Verhandlungstisch behalten, wenn die EU 2027 den nächsten mehrjährigen Finanzierungszyklus abschliesst – eine Chance, strengere menschenrechtliche Auflagen durchzusetzen. Zweitens müssen Bund und Kantone ihre eigene Überwachung der von der Schweiz mitfinanzierten Projekte im Ausland verbessern, um Wirkung zu dokumentieren und frühzeitig eingreifen zu können, falls Standards nicht eingehalten werden. Unternehmen, die Sicherheitstechnologie für Schweizer Grenzposten liefern, sollten das BMVI genau beobachten: Das Programm wird weiterhin CT-Scanner, biometrische Kioske und API-Systeme finanzieren, die gleichzeitig in Zürich, Genf und vielen EU-Flughäfen eingeführt werden.
Quelle: Swiss Federal Council